Wenn nix mehr tellt
äs bloß noch Geld

millionaer

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Ick verstaoh de Welt nich mehr:
Tellt bloß denn noch nen Millardär?
Waorüm hät vull Volk nix in‘ Ranzen
un ann’re laot‘ den Düwel danzen?

Dat Geld an sick is jä nich schlimm,
auk freu ick mi bi wat Gewinn.
Doch dreiht sick all’s bloß üm et Geld,
so is ‚t nich guet üm us bestellt.

Lött grautweg Geld sick denn bloß maaken
mit Spekeleer’n un krumme Saaken?
Rabaukig geiht et denn auk her,
bi düsse Art van Geldverkehr!

Erst recht int Kittken gar gehört,
well all met Etten spekeleert,
Wo ganze Völker nich werd‘ satt,
sollt sücke bar sick schiämen wat!

Wi könnt un dröfft de nich bi schwiegen,
denn Guets kann sick daobi nich riegen.
Bi unverschiämte Egoisten
dao bliewet us nich lange Fristen.

Wenn nix mehr tellt äs bloß noch Geld,
dann Gnade Gott met use Welt!
Nix kömmt nu maol van ungefähr –
un Geld helpt us dann auk nich mehr.

Den rechten Dreih,
de mäck et

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Franz, nen allmaol flotten Mann,
leip lessens hier, liekuut, liekan
– he leit von nix sick letten –
von Rheine dör in eens nao Detten.

Dat wör mit em villicht ’n Dings;
he keek nich rechts, he keek nich links –
un wuord doch uut de Tour nich schlau.
Drüm fröög he dao nu es ne Frau:

„Ick laup, dat mi de Fööte dampt;
wann kömmt denn Detten nu, verdammt?!“
Dao sach de Frau: „Oh, so ’n Mallör,
in Detten büs jä längst all dör!

Hier is jä baoll‘ all Greiwen!“
Wör dat denn nu to gleiwen?
Franz meinde bloß, all lück schachmatt:
„Dann mott ick trüggelaupen jä nu glatt!“

Off dat denn sien möss, fröög de Frau.
Dat göng doch lichter, sach se gau.
Trüggelaupen wör doch nix;
Franz söll ümdreih’n sick män fix…

Se dai em dat van Hiärten rao’n,
so könn he wier liekuut schön gaohn,
Franz keek daobi lück verfeert –
doch wör de Raot wuohl nich verkehrt…

Liekuut, liekan, wat biätter noch?
So bleef schön wacker he antoch.
He dacht denn auk, gar nich verschrecket:
Den rechten Dreih, de mäck et!

Siehste, siehste

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To ’n Buer kam es ’n Ehepaar,
dat keek baff up de Höhnerschar.
De Buer, heel maaß (stolz), verkläörde iähr,
wat dao met Hahn un Hohn sö wör.

De Frau stönn stumm verdutzt debi –
so ’n Höhnerliäben wör iähr nie.
De Hahn konn guet dr wat an doon,
he sprüng all wier dao up ’n Hohn!

De Frau, se wör nu maol nich stur,
de fröög denn auk dao glieks den Buer,
wu oft so… Hahn up Henne lach?
Worup de Buer ganz drüüge sach:

„De tellt gar nich, so ’n gueden Hahn,
de döt alltiets, wat he so kann.“
Worup de Frau iähr Männken küsste
un munter mennde: „Männken, siehste!“

Doch wat nu möök daorup de Mann?
Auk he fröög ratz den Buer sodann:
„Wu lött sick dat äs Mann verstaohn?
Lött de Hahn et denn so gaohn…

män immer met de glieke Henne?
Un dat so quasi ohne Enne?“
„Oh nää!!“ reip dao de Buer, „du Clown!
Stets nemmt he sick ’n anner Hohn!“

Worup de Mann dat Frauchen küsste –
un munter mennde: „Siehste, siehste!“

Ei-ei-ei, wat is denn dat

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Ne Henne fratt, man glöff et kaum,
sick satt maol an nen Gummibaum.
Dann leip et in den Höhnerstall
un lechte, schwups, nen Gummiball.

Ei-ei-ei, wat is denn dat?
Dat is an Kapriol‘ jä wat!
Et schinnt baoll‘ es von’ annern Stern,
nen Quanteneisprung, topmodern.

Ne Gummieiermaakerie
wör för de Höhner nu auk nie.
Erst recht de Hahn keek ganz verstellt,
so ’n Ei pöss nich in siene Welt.

Un doch is ‚t nu de lesste Schrei,
so ’n Gummidings äs Höhnerei.
All’s fröch grautwech sick heel geck,
off denn so ’n Flummi-Ei wuohl schmeck?

Man krich dao doch glieks, schwuppdiwupp,
von Gummieikes nen Schluckup!
Un giff’t, statt Eier, Ping-Pong-Bällkes,
wackelt ja de Höhnerställkes…

Kille Kille

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Et giff apatt so wat in‘ Liäben,
dao möch man gar nich ohne stiärben.
Daoto tellt glieks in Hüll un Fülle,
dat eenmaol schöne: Kille Kille.

Klooke Waorde könnt oft stör’n,
will man so männich Deel verkläör’n.
Drüm schwieg auk leiwer schön män stille,
wenn et beginnt met: Kille Kille.

Et bruukt‘ nich bloß wat Klook’s deher.
De Balg hät auk so sien Begehr.
Bi’n Balgen flüch de dickste Grille
uut ’n Kopp nao: Kille Kille.

Gesundheit is wuohl een un alles,
doch in‘ Falle eines Falles
leit guet sick spar’n so männich Pille,
dör schön fidelet: Kille Kille.

Wat is denn Schuumwien all alleene?
Wat helpet Geld off edel Steene?
Mehr äs Karfunkeln, samt Promille,
beglücket us dat: Kille Kille.

Ja, et giff sooo Schöns in‘ Liäben,
dao möch man gar nich ohne stiärben.
Et lutt denn auk mien lesste Wille:
Eenmaol schön noch: Kille Kille…