Plattküern

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Maol Plattküern, dat is mehr äs schön.
Dat Hiärtken geiht wiet up debi.
Ganz anners äs so Wortgedröhn,
klingt et vertruulick, echt un frie.

Gaoht Döönkes daobi dör de Runde,
dann lacht wi, dat de Heide wackelt.
Män geiht et auk es deep to Grunde,
wiätt ernsthaft küert, nich lange fackelt.

Tschä, nett up Platt sick wat vertell’n,
mäck munter glieks, doch manchs auk still.
Man bruukt sick nich debi verstell’n,
drüm präötket wi, so Gott et will.

Nich bloß von dat wat fröher wör
vertell wi gerne us so wat.
Auk wat vandag so giff Couleur,
beküer wi iämso nett up Platt.

Doch äösig Witz’ un dösig Babbeln,
dat hät mit Plattdüütsch nix to doon.
Well meint, he möss pattu so sabbeln,
mäck ’t Platt kapott, denn dat is Hohn.

To Platt päss kiene graute Schnuut,
un iä’mso weinig wild Gestüöhn.
Bi Platt, dao süht man guet bi uut,
drüm is dat Plattküern auk so schön!

Us Plattdüütsk is so warm, so riek;
doch kann man sick de auk an schüer’n.
Met jede Spraok steiht Platt sick liek –
wi könnt et gar genoog nich küern!

♣ ♣ ♣

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Alles wird gut

Bild: pixabay

Manchs is dat Liäben bloß schwuor to verstaohn,
dao moss dienen Patt ganz alleen dann so gaohn.
Du fröggs di: Wat sall dat, waorüm mott dat sien?
De Fraoge, se quiält di met wahne Kopppien.

Un doch helpet de Fraoge alleen daobi nix.
Auk helpet dann nich noch so wiesklooke Tricks.
Du moss dao män dör, off du wills orre nich,
Hauptsaake du sömms lötts di dann nich in’ Stich.

Dann doo, wat du doon moss, un is et auk hatt,
bit Wasken wiärd immer dat Fell nu maol natt.
Doch bis du wier rein un de Dreck guet haruut,
kanns hauchdüütsch gar säggen: „Alles wird gut.“

Mit Gottes Hölp,
komm ick wuohl an

Bild: pixabay

Glooven möch ick dao,
wo Klooket is so ganz nich klaor;
wo dat Begriepen werd to schwuor
un ick as Mensk nich all’s verstaoh.

In Demoot weet ick, dat mien Blick
hier allet nienich seihen kann.
Doch glöw ick, dat ick irgendwann
wiet mehr erkenn, as bloß ’n Stück.

So will ick gaohn hier dör mien Liäben,
met Toversicht un Gottvertruun;
froh, ohne Bang, met guede Luun –
bis eenes Dags auk ick mott stiärben.

Un dann, well weet, ja, irgendwann
sick all’s verklöört un all’s sick rieget,
wat hier wi nich tostanne krieget.
Mi is daovör denn auk nich bang

So ’n Glööven is wuohl kiene Schann.
Mi schenkt dat Fuck (Kraft) statt Spöök un Spiet (Verdruss).
Un schinnt et manchs auk schwuor un wiet,
so sägg ick mi: „Liekuut, liekan –
ick komm wohl an.“

Alle nich mehr ganz passabel

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Ja, dat künstlicke Gebiss
is män doch ’n Hindernis.
Haore wasset uut de Ohr’n
un Schnuppernkönnen geiht verluor’n.

De Ächtern, fröher prall un rund,
föllt langhen in dör Muskelschwund.
Un buoben up dat griese Köppken,
löpp uut de Niäs so männig Dröppken.

Dat Profil werd langsam kläglick;
man nemmt to, nu baolle täglick.
Un auk dao drunner, unner ’n Nabel,
is dat nich mehr so ganz passabel.

Doch dat will Jopp nich gellen laoten.
Stattdem dött he ganz anners praoten
un pucht, he könn sogar an Krücken
ne schöne Frau noch wuohl beglücken!

„Män to, ick häb de nix ümbi;
Hauptsaak, ick bin de nich mit bi“,
sägg Siska daorup niä‘mbi so –
un knipp daobi ’n Aoge to.

Doch ganz in‘ Ernst meint se von Hiärten;
Jopp soll män leiwer lecker iätten!
Dat bekaim em wietuut mehr,
äs, hopplahopp noch, hen un her.

Bi Hopsasa mit Ischias,
wat bleef dao dann noch wuohl an Spass?
Auk hölpen Jopp bi’n besten Willen
ja nich es mehr so Mannslüüpillen.

Dao göng’n de Fraulüe doch bi laupen
un dai‘n sick leiwer schön wat kaupen,
ehr dat se ratze rümfuhrwerkt
un Krücken gar villicht noch briäkt!

För Jopp wör nu wiet mehr passabel
de Bibel, so auk dat mit Babel.
Dat räät em Siska för sien Öller –
un nich so Hopsasa noch mit Geböller.

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De Rollmops

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Nen Rollmops is ’n spassig Dier,
bloß mit ne Gurke, ansüss schier,
is suur he wuohl un doch auk mild.
Un Mannslüe sind de heel up wild!

„Im Fisch steckt Vielfalt“, säggt se klook.
Dat stönn gelehrig in‘ graut Book.
De Rollmops bruukt‘ kien Schisslaweng,
de gäff schier Kraft, worüm ‘t auk göng.

De Heilkunst, schinnt, de weet noch mehr;
dao sind de Mannslüe ächter her,
Nao Rollmöps wiest’e sick alsdann,
wat nich noch könn all’s so de Mann.

Drüm laot‘ se sick de Rollmöps munden,
üm kraftvoll deran to gesunden.
Häbt dann de Fraulüe leider Koppien,
bliff immer noch de Rollmopsholtpinn,

üm vör Wut derup to bieten
un dann to wesseln gau de Sieten.
Hen an‘ Kühlschrank, ran ant Beer –
un vörerst kienen Rollmops mehr!