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Kömmt et hatt, bruukt et in‘ Liäben
mit Toversicht nen festen Tratt.
Süss geiht et wanner leep (schlimm) deniäben –
un dann bis aff von‘ rechten Patt.

Wietten klook, wohen et geiht,
dat kömmt gewiss an de erste Stell‘.
Is’t dann auk düüster maol un weiht,
dann ress di still, et werd wier hell.

Den Knappsack, dao mott auk wat in,
nicht dat du liggen bliffs, malatt;
doch nich tovull un nich to minn,
so dat et guet di dött, apatt.

Un nich, dat et an Bildung feihlt!
Süss mäcks bi alle Narren Stopp.
Off guet du geihs orre verdreiht,
mäck nich de Patt, dat mäck de Kopp!

Drüm achte drup, mit wem du geihs
dört Liäben hier, off Frau, off Mann.
Denn off du fölls orre guet steihs,
dat kömmt up Mensk un Frönd auk an.

Bitt nich tolesst üm Gottes Siägen;
denn alles könn wi Mensken nich.
Laot di van Em, wenn ‚t hatt is, driägen –
dann kömms wuohl an – gaaanz sicherlich!

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nach plattdeutschen Büchern von Otto Pötter,erschienen im Aschendorff-Verlag Münster.

Mit ihren feinen Gedichten und netten Döönkes zählen die Pötter-Bücher
zu den Klassikern der plattdeutschen Sprache

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ein originelles Geschenk „von hier“!

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Oh Gott, du häs in düsse Nacht
mit Diene Leiw us trüü bewacht.
Ick luow un danke di daoför
un bitt‘, bewahr us vör Mallör.

Wat ick nu kann, dat will ick doon,
doch Dienen Siägen bruuk ick schon.
Süss kann ick werken noch so fix,
süss is mien Doon antlest bloß nix.

Laot diene Hölpe bi mi sien,
dann wätt et gar noch maol so fien!
Un kömmt et hatt villicht den Dag,
maak, dat bi Schweet ick gern noch lach.

Denn dann is Kopp un Hiärt debi,
dann sin ‚k nich Knecht, dann föhl ‚k mi frie.
Drüm bitt ick di üm Dienen Siägen,
dann will ‚k mi nu auk gern bewiägen.

Melodie: Möge die Straße uns zusammenführen
Plattdeutscher Text: Otto Pötter

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Müög eenst de Patt us wir tesammenbrengen,
un de Wind in dienen Rüggen sien.
Fien falle Riägen, för di äs Siägen,
un int Gesicht di Sunnenschien.

Un bis wi us maol wir findet,
haolle Gott di fest in siene Hand.
Off wi liäwet orre stiärwet,
Gottes Siägen hölt us Hand in Hand.
Un bis wi us …

Müög up den Patt, den du moss hier laupen,
alltiets Gottes Siägen bi di sien;
denn ick wünsk Glück di, gar nen heelen Haupen
ohne Gottes Siägen dräuet Pien.
Un bis wi us …

Ick wör all Dage so gerne bi di,
doch Gemeenschaft kann nich immer sien.
Hiärt un Siäle aower umfangt di,
rüümt den Patt för di un maakt en fien.
Un bis wi us …

An Gottes Siägen is all’s geliägen,
dann bis du auk nimmer nich alleen;
kannst di behöödet sicher bewiägen,
bis et giff för us ’n Wiederseh’n.
Un bis wi us …

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Well könn ohn Hölp et all alleen?
Wi alle bruukt wat üm de Been
üm nicht o strumpeln, wenn’t maol weiht.
Drüm gewe Gott, du us Geleit.

Wu ‘t richtig geiht un rejell mott,
dat wiese us, du starke Gott.
Führ us, dat wi up usen Patt
nich liggenbliewt, verirrt un matt.

Du starke Gott, de düsse Welt
von binnen her tosammenhölt,
du Angelpunkt dör alle Tiet
giff Leit us, is de Weg auk wiet

Un kömmt de Tour hier enst an‘ End,
schenk Liäben, dat kien Ende kennt.
Führ us, dank Jesu Schmerz un Leid
int Licht von diene Herrlichkeit.

Ja, gewe Gott, du us Geleit,
un maak up di hen us bereit.
Dann will wi gaohn mit Toversicht,
dann häw wi alltiets guede Sicht.