Geburtsdagsständken

Bild: pixabay

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Nach der Melodie: Ein Vogel wollte Hochzeit machen

Nu kiekt nich graut, ja, et is waohr,
… is nu … Jaohr: Fiderallala…

Dat Liäben krich nen annern Törn,
drüm, leiwe(n) … kiek nao vörn: Fiderallala…

Bis nu auk kiene twintig mehr,
so gönn di ümso mehr Plaseer: Fiderallala…

Wat häs nich alles för us doon,
häs selten maol es stille staohn: Fiderallala…

Drüm sägget wi di vis-à-vis,
van Hiärtengrund Gott lauhn et di: Fiderallala…

Von us daoför hier met Gesang,
di, leiw(n) … duusend Dank: Fiderallala…

Wi sächt et ohne graut Gedoo,
dat wi di häbt, dat mäck us froh: Fiderallala…

Drüm wünschket wi di nu auk hier
ne muntere Geburtsdagsfier: Fiderallala…

Wi nemmt dat Glas un sägget bloß:
Up … Vivat – Glückwunsch: Prost!
Fiderallala…

Plattdeutscher Trauerspruch

Wat ick so konn, dat häb ick daon;
vull Toversicht will ick nu gaohn.

Stutenkerl un Piepenkopp

Bild: Bäckerei Wulf, Dortmund-Huckarde

Also dat is jä starken Tobak! Nich dat ick dat Smööken fienküeren will, aower de rabellsken Nichtrauchers gaoht apatt män doch wat wiet.

So häbt se nu gar den Stutenkerl met siene Piep up ’t Körn nommen. Mann, wat päss in so ’n Stutenkerlpiepken denn all an Tabak drin? Wenn ick dao an use Opa denke, wenn de sick fröher sienen Lülldopp met „Nadorffs-Krüll“ vullstoppede, dann was et män guet, dat wi noch kiene Rauchmelders in Huuse harren. Aower so ’n Stutenkerlpiepken?

Män so is dat: Et giff vandage baolle nix mehr, wo si di nich mit packen könnt! Üöwerall is wat. Hier glieks wat un dao wier wat. Dao kann usereene all gar nich mehr vörsichtig genoog bi sien. Dao suuset de Kopp män so bi. Ganz schlimm is di dat wuorden!

Üm nich gar auk noch mit de Stutenkerlpiepkes antolaupen, häbet sick de „innovativen Stutenkerlpfeifenfreunde“ nett wat infallen laoten. „Uut Stutenkerlpiepen mött wi es änners wat maaken“, saggen sick düsse gewitzten Erfinders un fimmeleerden Fleitepiepkes deruut. Un so geiht dat nu ümgekehrt demit. Drüm fleit de män up!

Also, statt dao uut nen gloinigen Fussen Tabak nen deepen Lungenzug to nemmen, mott man in den Piepenkopp nu drinblaosen, üm et fleiten un trällern to laoten. Jaja, van wiägen „Schall und Rauch“, dat giff et! Kerl, Kerl, Kerl, ick mach et baoll gar nich säggen, aower in de Volkshochschule laupet all de ersten Kurse:

Die neue Flötentechnik im Umgang mit der modernen Stutenkerlpfeife.

Unner us: Villichte is et gar nich so verkehrt, van wiägen de Piepenköppe un so, ruhig es maol nen Pyschater debi to nemmen. Ick meine, eenfach so sicherheitshalwer. Guet müöglick, dat dao all iäbenso den een off ännern Stutenkerlbäcker sitt. Jüst sücke häbt et bi de Backstuobenhitze jä nich licht, sick dao gar noch mit Piepenköppe to befassen. Un dat auk noch stutenkerlkonform! Nämanä! Well begripp all, wat et nich alle so för Stutenkerle giff! Fraulüe göngen laupen …

So kam bi den Bäcker Blanke es vör Jaohren üm den 6. Dezember harüm nen stäödigen Hengst in den grauten Backstuoben harin geklappert un wieherde: „Kick, Blanke, auk flietig?“ Un glieks fröög em dat Dier: „Ach, wat ick säggen woll: krieg ick hier wuohl schöne Stuten?“

Mann, stell di so wat es vör! Den Bäcker Blanke keek auk heel verbaast von sienen Backtrog up, wiskede sick den Sweet van de Plääte un spröök: „Also nä! Du büs mi jä villicht ’n Kerl…!“ „Dat machs wuohl säggen“, nickoppede den Hengst, „ick sin auk män eenmaol giäne nen Stutenkerl…!“

Kick, auk wier so wat, wo bloß noch säggen kanns: „Kerl, Kerl, Kerl, dat de Lüde et nich hört.“ Un dao blief nu auk noch etepetete bi. Män so is dat mit de Stutenkerls. Giff sücke un sücke. Hauptsaake man kömmt de nich bi in‘ Knüpp. Dat Beste is wuohl, man denkt de erst alle gar nich graut üöwer nao.

Eher dat ick de villicht noch bi dördreih, maak ick dao gar kien Gedrüüs mehr üm. Ah wat. Ick nemm den Stutenkerl, so es he kömmt – un dann werd ick dao wuohl mit feddig. Wör jä gelacht, wenn nich. Stutenkerl is Stutenkerl, mit wat för nen Piepenkopp auk immer. Mann, fleit de doch wat up. Well will sick denn up Wiehnachten hento auk üöwer so wat noch graut upregen, hö?

Icke nich.

Kling, Glöckchen, klingelingeling

Bild: pixabay

Immer düsse Wiehnachtsiätten met Kolleginnen un Kollegen, waorüm nich es „ein Weihnachtsessen zu zweit“? Jüst dao wör Jopp nu auk es nieschierig up. Weil Mariechen Vegetarierin wör, harre he sick daoför ne fiene Pizzeria uutsocht. Ne schöne Kääze debi up ’n Dischk un dann woll he es seihn, wu wiet dat wuohl so demet göng. Un so satten de beiden dao nu auk.

Nao so ’n paar Schluck Lambrusco göng et an de Speisenkarte. Jopp keek erst gar nich lange un mennde: „Ick bestell mi es maol ne schöne scharpe Pizza Amoriata – du auk?” „Nää”, sagg Mariechen, „Pizza is mi to profan.“ So wat gäff et doch alle Dage! Oh, dat füng jä guet an, dachte Jopp. „Frau, dann söök di doch wat änners uut“, meinde he. „Hmm, villicht nemm ick doch ne Pizza?“, keek Mariechen nu so vör sick hen, „de Spaghetti carbonara sind sicher to fett.“ „Du moss et wietten“, trummelde Willi nu all lück wehrig met de Fingers up ’n Disk harüm. „Ach, ick weet et sömms nich“, schüllkoppede Mariechen, „et is män alle nich so eenfach.“ „Nä, dat is et nich“, brummelde Jopp un gööt sick noch nen gueden  Schluck Lambrusco in.

Mariechen gefööl dat wuohl nich. Hu, wu se keek. Se mennde denn auk wat spitz, sovull Drinken wör nich guet. Joseph, lieber Joseph mein, dachte Jopp, nu auk noch so ’n Lümmeln. He sagg iähr auk, dat Mannslüe män ännern Duorst härren äs Fraulüe. Dat wör nu maol so. He woll dao auk nich gerne länger üöwer praoten un sagg wat schwank: „Söök di nu es leiwer wat uut alle de Spezialitäten hier uut.“ „Wenn dat män so eenfach wör“, bladerde Mariechen unlustig in de Karte harüm. Un von de Portionen stönn de jä auk nix bi. Se könn sick de gar nich üöwer affstimmen.

Herrjeh, knuffelde Jopp wehrig met de Serviette harüm un liäsede uut de Karte: „Bruschetta, Porchetta, Peperoni a la Toni – wat mehr noch?!“ „Bruuks gar nich so doon“, göng et Mariechen nu kuortaff an, „meins ick könn nich liäsen? Bestell di doch wat!“ „Es du menns“, brabbelde Jopp, ick order nu düsse, düsse Amoriata-Pizza.“ „Verschluck di dao män nich an“, schööt et Mariechen debi int Lachen. Nu all wat fröndlicker sagg se: „Nemm leiwer ne Pizza met Oliven, de smeck mi biätter.“ „Wat is dat nu wier? Icke sall mi wat bestellen, wat du dann iätten wills?“ „Ja, waorüm denn nich? Ick bin doch nich fissig vör di.“

Dä. Dat gefööl Jopp. Drüm soll se sick för iähr män wat an Naodischk bestellen. Wu et denn met düsse Zabaione up Melone wör? Doch Mariechen wünk schelmsk aff un mennde, dat wör wuohl nix för düssen Aobend, denn so wat quellde up un dann: „ …bläht et wumüöglicks naoher noch.“

Jopp konn all gar nich mehr ruhig sitten un dacht sick: „Kling, Glöckchen, klingelingeling …“

Nen schönen stillen Advent

Bild: pixabay

Mit siene stillen Wiäken up Wiehnachten hento tellt de Advent mit to de schönsten Wiäken van et Jaohr. Doch, kiek un hör män, so ganz stille is et de nich üm. Üöwerhaupt is dat män so wat met de Stille.

Mi mäck et all grantig, wenn Lüe to sinnig Anlaot iähren Babbel nich haollen könnt, in Kerken rümsabbelt orre, up Begräbnisse, gar achter’n Sarg her de Gäppe (Mund) nich haollen könnt. Eenfach maol still sien, is dat so schwuor? Wat is dat denn för ne Art, achter den Dauden sienen lessten Gang her üöwer dat Wiär to quatern? Wat sall dat? Nu ja, villicht sall dat üöwer dat eegene Unbehagen weghelpen. Göng dat, met ’n bettken Anstand, aower nich auk änners? Eenfach maol uuthaollen, wat us knipp. Eenfach maol de Muule haollen. In Stille sick finden. So wat richtet up.

Man mott auk wat an sick rankuemmen laoten, woför faken (oft) de rechten Worde feihlt. Jüst dat geiht nich met Gesabbel. De Advent könn us ne Lehre sien, innetohaollen, üm auk dat es to bedenken, wat de Kopp alleene nich terechte krich. Häbt us denn Hiärt un Siäle nich auk noch wat to säggen? Dao könn wi aower nich keggenanquasseln. Erst wenn et still is, könnt, deep van binnen her, so wat es „Ahnungen“ in us upstiegen, de üöwer use Vernüll (Verstand, Ratio) gaoht.

Fröher wör de Adventstiet gar noch Fastentiet. Man nöhm sick terügge, üm up wat Besönners hento praot to sien. Nu mein ick ganz un gar nich, auk wi sollen düsse Wiäken maol wier „darben“. Aower lück met Worde es to fasten, ick gleiw, dat dai nich eenen schaden. Villicht kreegen wi jüst up düsse Art „mehr“ gewahr äs bloß so Wiehnachtsgedudel. Mi giff dat up Duur mehr Kopppiene äs Wohlgefallen. So könn ick mi villicht auk es in Stille von wat befraogen laoten, wat mi villicht knipp. Dao mott ick nich glieks up to babbeln. Dann sabbel ick et bloß wier  kuort un klein.

To Advent hett et in nen schön Leed: „Auf, auf ihr Herzen, werdet licht.“ Dat to bedenken, bruuket Ruh un Besinnung, weil, dao stecket mehr drin, äs in use Köppe geiht. Denn all dat, wat nich van Hiärten kömmt, mäck us nich bloß bange, et „löchtet“ us auk nich in. Üm mehr to seihn bruukt et weder Brill noch klooke Waorde; un üm mehr to hören, mott et eenfach maol stille sien. Dann ahn wi auk villichte, dat et wiet mehr noch giff, äs use Verstand us wiesmaaken will.

Also denn: Nen schönen stillen Advent.