Heile, heile Hänsken

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Heile, heile Hänsken,
et wätt wuohl es wier guet.
Sind köppsk auk männig Mensken,
et schiert wier up, wenn ‘t schuert.
Heile, heile Heckemeck,
in hunnert Jaohrn is alles weg.

Könnt ick es bloß maol Herrgott sien,
so dirigierde ick
mit ne Latüchte, mild de Schien,
de Sängers guet in‘ Blick.

Mi göng et mehr üm Harmonie,
mehr weeke Töne, Mollgesang.
Auk Summen härr ick nix ümbi,
denn Brummen giff kien‘n schönen Klang.

Et is, as kehrden wi daobi
mit fiene Bessens püükfien uut;
et söhg es maol wier uut es nie –
vull Köppsket wör dao glieks mit druut.

Hattet tröck so uut de Welt,
möök Platz auk es för lichten Sinn –
ohn dat de Lichtsinn twiärs sick stellt,
wör locker glieks mehr Luune drin.

So wör villicht nich alles weg
in hunnert Jaohren hier.
Et klüng wat nao, wat wiederdröch
un frisk gar möök noch Mensk un Dier.

Heile, heile Hänsken,
laot‘ singen us in Moll,
ümdat wi dullen Mensken
mehr Freude häbt, statt Groll.
Heile, heile, ohne Schreck,
dann bliff vull Schöns, dann is ’t nich weg.

La Le Lu

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La Le Lu,
sacht ümfängt us Aobendruh,
wenn de Sandmann fröndlick winket,
dann wink auk du.

La Le Lu,
Nachtuhls roopt all: „Uhuhu …“
Wenn de Sternkes blenkend draimet,
dann draim auk du.

De Mann in‘ Maond kick daal up us
as winkte he us to;
as sagg he nu to Dagesschluss
us: „Angenehme Ruh.“.

Gar Engelkes doot sick nu waogen
to us, heel dichte bi.
Umfanget Hiärt un fuchte Aogen
mit Hiemmelglanz un Sympathie.

La Le Lu,
laot den Sandmann kuemmen nu,
weil he us mit Schlaop fien winket,
drüm wink auk du.

La Le Lu,
wunnerbar de Aobendruh,
wenn de Welt von Frieden draimet,
dann draim auk du.

Geburtsdagsständken

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Nach der Melodie: Ein Vogel wollte Hochzeit machen

Nu kiekt nich graut, ja, et is waohr,
… is nu … Jaohr: Fiderallala…

Dat Liäben krich nen annern Törn,
drüm, leiwe(n) … kiek nao vörn: Fiderallala…

Bis nu auk kiene twintig mehr,
so gönn di ümso mehr Plaseer: Fiderallala…

Wat häs nich alles för us doon,
häs selten maol es stille staohn: Fiderallala…

Drüm sägget wi di vis-à-vis,
van Hiärtengrund Gott lauhn et di: Fiderallala…

Von us daoför hier met Gesang,
di, leiw(n) … duusend Dank: Fiderallala…

Wi sächt et ohne graut Gedoo,
dat wi di häbt, dat mäck us froh: Fiderallala…

Drüm wünschket wi di nu auk hier
ne muntere Geburtsdagsfier: Fiderallala…

Wi nemmt dat Glas un sägget bloß:
Up … Vivat – Glückwunsch: Prost!
Fiderallala…

Aobendstund kömmt sachte

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Melodie: Abend wird es wieder

Aobendstund kömmt sachte,
dao döt Ruhe guet.
Baolle is et Nachte,
Düsternis all luert.

Bloß de Iemse bliff nich
aff un an es staohn;
auk iähr Waater schwigg nich,
mott män wiedergaohn.

Es de Iemse geiht dat
hier auk use Siäl‘,
immer wier maol is wat,
düster maol un hell.

Wat för deep Begründung
dat auk kläören will,
von de Quell to Mündung
steiht dat Hiärt nich still.

Gottverlangen driff us
üöwer Dag un Nacht;
eenzig Ruhe bliff us –
wenn He hölt de Wacht.

Alles werd guet

Kulturpreisträger Strauhspier, Frank Engeln, Maika und Otto Pötter 2014 im Metropoli Rheine beim Cineasten Heinz Schulte

Kulturpreisträger Strauhspier, Frank Engeln, Maika und Otto Pötter 2014 im Metropoli Rheine beim Cineasten Heinz Schulte


Melodie: Nikolaus Evers – Gruppe Strauhspier, Rheine

Manchs is dat Liäben bloß schwuor to verstaohn,
dao moss dienen Patt ganz alleen dann so gaohn.
Du fröggs di: Wat sall dat, waorüm mott dat sien?
De Fraoge, se quiält di met wahne Kopppien.

Un doch helpet de Fraoge alleen daobi nix.
Auk helpet dann nich noch so wiesklooke Tricks.
Du moss dao män dör, off du wills orre nich,
Hauptsaake du sömms lötts di dann nich in’ Stich.

Dann doo, wat du doon moss, un is et auk hatt,
bit Wasken wiärd immer dat Fell nu maol natt.
Doch bis du wier rein un de Dreck guet haruut,
dann kanns nu auk säggen: Alles wird gut.