Lecker Bällekessuppe

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Kastannjengrött’e, dat is ’n pässig Maot för dralle Suppenbällekes, de, bruusend üöwer guet Fleesk in‘ Pott, den Pott blubbern laot‘, so dat et för den Appetit ne schöne Mussik is. Hmm…, Appetit up Rindersuppe met Bällekes! Ne lecker Bällekessuppe wör denn auk Omas Mesterstück.

Ja, de Bällekes, se wören un se bünd noch immer mien Een un All’s. Un immer noch bewahr ick mi up ’n Teller wat devan bis antlest, üm se mi auk schier smacken to laoten, weil man de dann gar noch soiäben nen Fitz Muskat bi gewahr krigg. Hmm, för so nen Teller lecker Bällekessuppe stönn ick nachts wuohl noch stantepee up. Wann auk immer, ick sin de immer wier siälig bi. Schon as Kind göng mi dat so. Wuohl auk, weil nix üöwer Omas Bällekessuppe göng!

Un wat mi dao nich süss noch so bi dör ’n Kopp geiht…

Ick seih se noch, de aolle Küppersbusch-Kuokmaschin in Omas Küök, wo, puttkewarm winterdages, nen Pott Rindersuppe met Bällekes sachte blubbernd küökelde. Opa harr iäben noch de Füerklappe loslichtet, üm met dat Pruokeliesen de Aschke wegtoschüeren, so dat Funken debi druutstööben. Dann leggte he twee Union-Brikett nao. Glieks drup flackerde dat Füer wier up. Man hörde et gar. Man hörde auk, wu den Suppenpott et up maol angöng.

Oma schööf en vörsichtig ächten up de Herdplatt. Nen Suppenpott draff niämlicks nich so ballern. Dat is nich guet för de Suppe. Oh ja, dat gleiw män, ne leck’re Suppe, de bruuket alltiets ’n guet Händken.

Dann, punkt twölf Uhr, wör et sowiet.

Fööl, week un sacht, buuten auk kaolt de Schnee, gööt, dampend-heet, Oma de Tellers vull Suppe, bi mi gar noch ne Kelle mehr, met ’n paar Extrabällekes. Opa biädede: „Komm, Herr Jesus, sei unser Gast…“ Un ick dachte, gar nich andächtig: „Könns di män bi us bi setten, leiwen Jesus, dann kreegs auk noch wuohl ’n Teller lecker Bällekessuppe…“

Himmlischk! Ach, wat wör de Hiemmel wuohl ohne ne leck’re Bällekessuppe?

„Smeckt et di?“ fröög Oma fröndlick un puußede vörsichtig up iähr ’n Liäppel. Ick nickoppede, slürfend, denn ick rullde jüste twee heete Bällekes van eene Siete Mund in de annre. Opa kneep mi ’n Aoge to, greep nao den Schleif un dai mi noch ’n Schlag Suppe, guet dick… Dann sagg he, naodem he met de Tung lück schlicksernd üm de Tiähn gaohn wör, „dat et use Ötteken smeck, dat sühs doch wuohl.“

Baolle wören wi denn auk alle schön satt.

Nao et Iätten leggte Opa sick met de Zeitung up et Sofa. Oma möök et sick an de Kuokmaschin bequem. Üm sick de Fööte drin to wäörmen, stellde se de Herdklappe wiet up, ruttkede nen Lehnstoohl vör den molligen Herd, schööf sick ’n Küssen in‘ Rüggen, faltede de Hande üöwer ’n Buuk, gaapede een- tweemaol so recht van Hiärten deep uut un lööt dann auk all den Kopp so Stücksken för Stücksken, sachte vörnüöwer up de Buorst sinken.

Bloß eenmaol ümbladert, wuohl nich mehr interessant, lag sietto unner’n Dischk, wiet uuteneene up ’n Grund, de Zeitung. Un Opa, up et Sofa, lag lang dehen. Maol mehr, maol weiniger sacht, snuorkte he, wat röchelnd, up un daale in un uut. Et harr gar wat Beruhigendet.

Ick satt an‘ Dischk un spiellde met mienen Matador-Baukasten. Buuten fööl still un samtweek, so es dicke Watteflocken, de Schnee. Hill’ge Ruhe. Bloß den Wecker up de Anrichte tickerde: „Tick, tick, tick…“ Un ick dacht: „Lecker Bällekessuppe. Wören gar vetteihn Stück.“

Kann et schöner noch in‘ Pardies?

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Siehe auch die vom Autor im Aschendorff Verlag Münster erschienenen Bücher:

  • Bömmskes & Bömmelkes
  • Notizen von Fietsen un Miezen
  • Hackemaih  –  un
  • Kalennerblättkes

Und: Empfehlenswert – auch als Geschenk für die, die nicht mehr so gut sehen können – die
Hörbuch-CD: So is se, use Art

Bestellt werden kann sie per Anruf beim Copy-Shop Rheine, Tel.: 0 59 71 – 40 54 15
(Montag bis Freitag von 10 – 12 und 15 – 17 Uhr)

Menschen, die ihr wart verloren

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De Hilligaobend is ganz still;
dimstrig nu all, doch nich düüster.
De aolle Vaa putzt siene Brill,
för sick alleen so, met Geflister…

Alleene sitt he niä’m de Dör’n.
Et is nich mehr es fröher so.
As se noch all‘ bineene wör’n,
dao göng et munterer nu to.

Buuten üöwer Koppsteen rumpelt
up maol nen Wagen. Well könnt‘ sien?
Nä, nix för em, auk wenn he humpelt
gau ant Fenster – met lück Pien.

Daoför de Glock‘ nu bämmelt an,
met satten Klang; erhaben, stimmig.
He kick nao buuten dao, de Mann –
un dann in‘ Speigel, fraogend, sinnig…

Ne Träöne rullt em daobi ruut.
Sall glieks alleen he in de Kerke?
Met Mumm sägg he sick wohlgemut:
Jüst dat giff nu mi Kraft un Stärke.

De Glocken lüdet fierlick all.
De Mann föhlt sick es nie geboren…
Glieks will he singen, klaor un hall:
Menschen, die ihr wart verloren…

Liäwet up! Nix, wat mehr piert.
Singen will he froh, met Schalle.
Auk för de, de ohn‘ em fiert –
in‘ Hiärt bi em, dao sind se alle!