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Maria knöpp den Mantel up,
maak Schirm un Schild för us derut.
Laot us in Schutz darunner staohn,
bis alle Drangsal is vergaohn.
Du guede Frau vull Güte,
us alltiets guet behüte.

Maria laot us bi di bi.
Dat nemmet Angst un mäck wier frie.
Dat giff us Toversicht un Moot,
bis dat wi söwwst et gern wier doot.
Du guede Frau vull Güte,
us alltiets guet behüte.

Maria help de Christenheit,
uut Sünd un Schand giff us Geleit,
ümdat et uprecht geiht met us
un Freud un Heil is guet in Fluss.
Du guede Frau vull Güte,
us alltiets guet behüte.

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Help, Maria, et is Tiet;
helpe, denn dien Hiärt is wiet.

Eenzig du kanns us uut Ketten
von Angst un Drangsal hier noch retten.
Du kanns un döss nich use Flehen
stumm üöwerhör’n bi dat Geschehen.
Denn du bis auk noch Hölpe dann,
wenn süss nich een‘ mehr helpen kann.
Is Menskenmüöglicket to End‘,
bis du et, de noch Stärkung kennt.
Du bis ‘t alleen, up de wi baut,
drüm helpe us uut use Naut.

Help, Maria, et is Tiet;
helpe, denn dien Hiärt is wiet.

Wunderschön prächtige
Melodie: Aus des Knaben Wunderhorn (1808)
Text: Laurentius von Schnüffis (1692)
Plattdeutsche Übersetzung: Otto Pötter (2020)
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Wunnerschön prächtige
leiwe un mächtige,
helpriek, glücksiälige himmschliske Frau.
Wecke up ewig ick
di häw ick gern in‘ Blick,
mi di mit Hiärt un mit Siäle vertrau.
Blief mi to Siete, in Naicht un Wiete,
allet, ja allet, wat immer ick sin,
gieff ick mit Freuden, Maria, di hen.

Du bis ganz Hölpe mi,
nimmer verläss du mi.
Du bis holdsiälig, du himmliske Frau.
Nich een‘ so is es du,
du giffs mi Kraft un Ruh
du giffs mi Hölpe grautherzig un gau.
Du döss mi driägen in Naut mit Siägen.
Allet, ja allet, wat immer ick sin,
gieff ick mit Freuden, Maria, di hen.

Sagt an, wer ist doch diese
Melodie: Joseph Clauder (1631)
Text: Johannes Khuen (1638) und Guido Maria Drewes (1885)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
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Säggt an, well is doch düsse,
de hiemmelhauch dao straohlt,
us kunddöt Hiemmelsgrüße,
us Moot will sien un Haolt?
Se kömmt herab von Ferne,
wo se schmückt Maond un Sterne,
is Glanz, von Gott gewollt.

Se is de schönste Rose,
besönners uuterkor’n.
As Frau, de makellose
Gott’s Moder is se wuor’n.
Se giff us in de Kerke,
wenn’t grummelt Kraft un Stärke,
is Haolt, von Gott gewollt.

Drüm beiget wi de Kneie
in Demoot vör iähr gern,
so dat de Gloov us freue,
dann sin wi iähr nich fern.
Se is us eenzig, allet,
hölt us dat wi nich fallet,
is Haolt, von Gott gewollt.

Melodie: Franz Xaver Gruber (1818)
Text: Joseph Mohr (1816)
Plattdeutsche Übersetzung: Otto Pötter (2020)
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Stille Nacht, hill’ge Nacht,
allet schlöpp, bloß et wacht
heel glücksiälig dat Öllernpaar
un ne truulicke Hirtenschar;
denn dat Kind schlöpp sacht,
ja, dat Kind schlöpp sacht.

Stille Nacht, hill’ge Nacht,
Engel Gottes hollet Wacht.
Dör de Engel Hallelujao
klingt et fien von Fern un Naoh:
Christ, Spross Gottes is dao;
Christ, Spross Gottes is dao.

Stille Nacht, hill’ge Nacht,
in nen Stall, is us bracht:
Jesus, Hölper un Freedensboot‘,
de us schenket nee’en Moot.
Christ, de Heiland is dao;
Christ, de Heiland is dao.