Was uns die Erde Gutes spendet
Text: Friedrich Dörr (1971)
Melodie: Guillaume Franc (1543)
Plattdeutsche Übersetzung: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Wat us de Erd hät schonken rieklick,
wör auk de Arbeit manges hatt,
wat anfüng un hät ennet prieslick
von dat willt wi auk gee‘m wier wat.

Wi leggt de Gawen de wi häwet,
vör Di äs Schöpfer dankbar daal.
Schenk Du us Kraft, dat wi guet liäwet
un de Natur auk haollt vital.

So es sick Wien un Waater binnet,
so sind verbunnen wi mit Di.
Denn ohne Di wi nienich finnet,
wat dankbar mäck, flietig un frie.

To Ernetdank will wi Di luoben,
daobi geluoben auk Respekt.
Üm Siägen bittet wi von buoben,
ümdat de Schöpfung nich verreckt.

Ich will Dich lieben, meine Stärke
Melodie: Gorg Joseph (1657)
Text: Johann Scheffler (1657)
Platdeutscher Text: Otto Pötter (2018)
Bild: pixabay

Ick will Di gern häm’n, miene Stärke
ick will Di gern häm’n, du mien Stern!
Ick will Di achten dör mien Werke
un alltiets ehr‘n in Demoot gern.

Nao Di ick ganz mi reck un streck,
bis mi dat Hiärt in Liewe breck.

Ick will Di guet sien, miene Quelle,
ick will all’s doon, üm Di to ehr’n.
Ick will Di luoben, up de Stelle,
to Di hen sall mi nix nich stör’n.

Nao Di ick ganz mi reck un streck,
bis mi dat Hiärt in Liewe breck.

Ick will Di ehren, du mien Liäben,
ick möch mit Di dört Liäben gaohn.
Ick möch to Di hen, dör mien Stiärben,
wenn ick up Erden häb et daon.

Nao Di ick ganz mi reck un streck,
bis mi dat Hiärt in Liewe breck.

Kündet allen in der Not
Melodie: Johann Rudolf Ahle (1662)
Text: Friedrich Dörr (1972)
Plattdeutsche Übersetzung: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Kündet allen in de Naut:
Baolle kömmt, de us uprichtet.
Drüm häbt Moot, daorüm vertraut,
dat sick nu bi us wat lichtet.

An us Hiärt un Siäl will rüöhr’n, Gottes Süöhn.

Gott kömmt up us to mit Huld,
dat wi us to em bekennet.
He will lüösen use Schuld,
dat sick use Unheil wennet.

An us Hiärt un Siäl will rüöhr’n, Gottes Süöhn.

Blinde kieket hiemmelwärts,
Stumme summet fiene Hymnen.
Unfröndlicke maakt nen Scherz;
wat verluor’n kann sick wier finden.

An us Hiärt un Siäl will rüöhr’n, Gottes Süöhn.

Bild: pixabay

1960 gaff et bi us in Düütskland jüste maol 1.500 Türken. Aldi deelde to de Tiet siene bis daohen jüste maol 300 Kaupladens in Aldi-Nord un Aldi-Süd up. Van nu an duerde et gar nich mehr lange, dao daien bi Aldi nich bloß de ersten Alis flietig inkaupen, nää, baolle leip bi Aldi auk all den een off annern Ali gar äs Filialleiter. Kick, dat is Integration! Dat göng so wiet, dat Ali maol bi Albrechts Karl in Essen anrööp un em sagg: „Allo Scheffe, hier Ali. Wille sagen, Pappepier für Klosette war nich auf Palette. Jaja, Scheffe, sonst alles Paletti bei Ali hier.“ Kick, so wör dat.

Tüskentiets liäwet von Ali nu all veer Generassionen bi us. Un uut kien Stadt un Land is Aldi wegtodenken. Ali auk nich. Egaol off Ali oder Aldi, beide häbt sick guet maaket un gehört längst to use Kultur hier. Vörbi, de Tieten, as sick so männig fien Menskenkind to schade wör, in so Billigläden es Aldi intokaupen; vörbi auk, as Ali noch stüödderde: „Scheffe, nich verdrehen, Ali nix verstehen…“ Nu mott Ali et jä nich glieks up Platt doon, doch et is auk nix, sick de bloß met „Verständigungsschwierigkeiten“ harümtoschlao’n. Dann geiht et van Anfang an in‘ Knüpp.

Män wat sägg ick dao?

Eenen van use hiesigen Landslüe hier, Hillebrands Gerd, de leip vör Jaohren es in Dortmund. He wör dao up Besöök bi siene Dochter Roswitha. Nu ja, wu dat vandage so is, wör Roswitha auk all van iähren Kerl aff un schlöög sick dao so äs „Alleinerziehende“ dör. Un so moss de junge Mama nao Fieraobend up ’n lessten Drücker auk noch gau de Kinner uut de Kita haalen. Tüskentiets könn Gerd jä noch wuohl gau wat fört Aobendiätten inkaupen. Nu ja, waorüm nich. Gerd wör jä gar nich so. Un so möök he sick denn auk met den Inkaupsbüül up ’n Patt.

Nu moss wietten, Dortmund, Junge, dao is all wat an Straoten! Herrjeh, Gerd kreeg un kreeg nich den rechten Dreih dao nao’n Aldi hen. Dao fröög he den erstbesten jungen Türken: „Du, höre er mal! Wo hier geht’s hin nach Aldi?“ Gewitzt keek em den klooken Ali an un sagg to Gerd: „Hö? Zu Aldi!“

Gerd schlöög sick verdutzt an de Plääte un meinde: „Wat?! Schon zu hier Aldi…?“

 

Segne du, Maria
Melodie: Karl Kindsmüller (1916)
Text: Kordula Schmidt und Cordula Wöhler (1870)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Siägne du, Maria, us in düsse Tiet.
Maak mit dienen Siägen Hiärt un Siäl us wiet.
Siägne use Denken, siägne use Doon,
laot in dienen Siägen, Dag un Nacht us ruh’n;
laot in dienen Siägen, Dag un Nacht us ruh’n.

Siägne du, Maria, all‘ de wi häbt gern.
Schenk us Kraft un Bistand, sie us bitt‘ nich fern.
Diene Modergüte winket us es Gruß;
siägne alle Hiärten, siägne jedet Huus,
siägne alle Hiärten, siägne jedet Huus.

Siägne du, Maria, use lesste Stund.
Staoh us dann to Siete, doo us Gott dann kund.
Diene Hand laot giäben siägnend us dann Ruh;
Blief in Daut un Liäben, use Siägen, du,
blief in Daut un Liäben, use Siägen, du.

 

„Siägne du, Maria (Segne du, Maria)“ aus Geistlicke Lieder up Platt von Otto Pötter, Hermi Sürken, Andreas Wermeling. Veröffentlicht: 2022.

 

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Aus dem Plattdüütsch Gebiädebook von Otto Pötter

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