Melodie: Nach Tradition aus dem Kölner Gesangbuch, 1638
Originaltext von Friedrich Spee (1591 – 1635)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2012)
Bild: pixabay

To Betlehem geboren, is us ’n lütket Kind.
Wi häbt et uuterkoren, daovon wi andoon sind.
Eja, eja, daovon wi andoon sind.

In siene Leew ganz upgaohn, will ick so guet ick kann;
will ehrsam an de Kripp staohn un mit Em gaohn mien‘ Gang.
Eia, eia un mit Em gaohn mien‘ Gang.

Dat Kind, et sall mi wiesen den Patt liek hiemmelan.
Drüm will dat Kind ick priesen, mit all’s, wat ick so kann.
Eia, eia, mit all’s, wat ick so kann.

Daoto et Gnad mi giäbe, daonao verlang ick sehr.
Dat wiehnachtlick ick liäbe, in Freude Gott to Ehr.
Eia, eia, in Freude Gott to Ehr.

Gelobt sei Jesus Christus
Melodie: Melchior Vulpius (1609)
Text: Michael Weiße (1531)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Wi luowet Jesus Christus in alle Ewigkeit;
de Mensk för us is wuorden
uut graut Barmherzigkeit.
Hier deerundertig Jaohr
Gott dör Em spröök recht klaor.
Drüm luowt wi Jesus Christus in alle Ewigkeit.

Wi luowet Jesus Christus in alle Ewigkeit;
de vör Verdiärw will wahren
dör Gott‘s Gebot un Freud.
Ümdat in use Welt
för us dat Guede tellt.
Drüm luwot wi Jesus Christus in alle Ewigkeit.

Wi luowet Jesus Christus in alle Ewigkeit;
de sick an‘ jüngste Dage
us wiest in Herrlichkeit.
Wat bruoken wör, is ganz,
dann stahlt‘ in‘ ew’gen Glanz.
Drüm luowt wi Jesus Christus in alle Ewigkeit.

Aus meines Herzensgrunde
Melodie: David Wolder (1598)
Text: Georg Niege (1586)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Mien Hiärt un Siäl verlangt nao Di,
nao Di, du guede Gott.
So es de Sönn den Dag mäck nie,
mäcks Du Glück statt Verdruott.
Di Gott in‘ Hiemmelsglanz
gebühret Luow un Ehren
dör Christus usen Herren
gehöret wi Di ganz.

Ick möchte Di gehören,
för immer, ganz un gar.
Mi sall dann nix mehr stören,
et is mi all’s dann klar.
Drüm siägne all‘ mien Doon
un löchte uut mien Denken;
so laot ick gern mi lenken,
sing mit Di Ton in Ton

To Di hen will‘k mi wenden,
ansüss leip et licht quer.
Von Anfang bis in Enden
von Di kömmt alles her;
Vull Demoot bitt ick Di,
blief mi alltiets to Siete,
dann hät mien Liäben Wiete,
mit Di sin’k froh un frie!

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Aus dem Plattdüütsch Gebiädebook

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Hilf, Herr meines Lebens
Text: Gustav Lohmann (1962) und Markus Jenny (1970)
Melodie: Hans Puls (1962)
Plattdeutsche Übersetzung: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Help, Du Herr von ‘t Liäben,
laot mi nich verdiärben,
dat ick nich bloß Schiärben
laot up Erden hier.

Du, alltiets mien Lenker,
wahr mi vör so Schlenker
ohne Lecht un Blenker,
wahr vör Unglück mi.

Help mit Dienen Siägen,
dat ick nich verliägen,
sönnern weet, weswiägen
ick up Erden bin.

Stärke miene Siäle,
dat ick mi bewiäge
un dat Guede hiäge,
dat ick bin Gewinn.

Du, mien Born, mien Löchten,
büör mi up to Höchten,
dat auk ick kann löchten
hier, solang ick bin.