Großer Gott, wir loben dich
Melodie nach Bones Cantate (1852)
Text nach dem Te Deum, Ignaz Franz (1771)
Plattdeutsche Übersetzung: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Graute Gott, wi luowet Di,
Herr wi prieset Diene Stärke.
Vör Di duckt de Erd sick schüü,
un bewunnert Diene Werke.
Wu sick auk de Erde dreiht,
Du bliffs Gott in Ewigkeit.

Allens wat Di priesen kann,
Cherubin un Seraphinen,
stimmt för Di ’n Luowleed an,
alle Engel, de Di doot dienen,
singt mit Schall Di jubelnd to:
„Hillig, Herr Gott Zebaoth!“

Staoh Du graute Gott us bi,
laot us nich alleene sitten.
Diene Hölpe trauet wi,
vull Vertru’en doo wi bitten:
Help us, Gott, denn Diene Macht,
löcht us auk in düüster Nacht.

Graute Gott, wi luowet Di,
priesen will wi Di un danken.
Dör Di will wi werden nie,
üm nich immer wier to schwanken.
Help us uut den aollen Trott,
Staoh us bi, Du graute Gott!

 

„Graute Gott, wi luowet Di (Großer Gott, wir loben Dich)“ aus Geistlicke Lieder up Platt von Otto Pötter, Hermi Sürken, Andreas Wermeling. Veröffentlicht: 2022.

 

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Aus dem Plattdüütsch Gebiädebook von Otto Pötter

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Wer unterm Schutz des Höchsten steht
Text (nach Psalm 91) und Melodie: Michael Vehe (1537)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Well unner Gottes Schutz fest steiht,
in Sienen Schatten seeker geiht;
well upt Geleit von Gott klaor kick,
Sien Schutz un Hölpe mit in‘ Blick,
de spreck vull Toversicht to’n Herrn:
Nix sall mien Weg to Di hen stör’n.
Du mien Geleit, mien Schutz un Schild,
mit Di to gaohn bin ick gewillt.

Well weet, dat Gottes Hand em hölt
un he debi nich daale föllt;
kien Unheil, dat in‘ Düüstern luert
un man nich irrt, auk wenn’t maol schuert;
denn Siene Engel, nao Gott’s Wort,
passt up em up, an jeden Ort,
ümdat sien Foot an kienen Steen,
sick stött, orre versehrt de Been.

Gewiss is, so de Kerk et liährt:
Well an Em glöff, bliff unversehrt.
Bi Em wi Schutz un Hölpe finn’t,
so es de Vader schützt‘ Sien Kind.
So möch ick gaohn vull Toversicht,
an Siene Siete dicht an dicht,
dann kann ick uprecht auk guet staohn
un ehrbar dör mien Liäben gaohn.

Melodie: Ein Haus voll Glorie schauet
Text und Melodie: Joseph Mohr (1875)
Plattdeutscher Übersetzung: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

‘n Huus vull Glorie wiest sick
wiet üöwert ganze Land.
Deep gründet, es up ewig,
denn et steiht nich up Sand:

Gott, wi luowet Di, Gott, wi prieset Di!
Du bis us in de Kerk, hier alltiets Kraft un Stärk.

Standfest is et ümkränzet
mit hauhge Tüörns, gefeit.
Un buoben drup dao glänzet
dat Krüüß in Herrlichkeit:

Gott, wi staoht to Di, wi bekennet Di!
Du bis us in de Kerk, hier alltiets Kraft un Stärk.

Wuohl toset üm den Schutzwall
so männiget Gefecht;
dann lüüd’t de Glock mit hehren Schall,
in‘ Düüstern werd et lecht:

Gott, wi huopt up Di, wi staoht fest to Di!
Du bis us in de Kerk, hier alltiets Kraft un Stärk.

De Kerke, de is bauet
up Jesu Christi Wort,
worup wi ganz vertrauet,
wi ehret düssen Hort:

Gott, wi baut up Di, wi vertraut up Di!
Du bis us in de Kerk, hier alltiets Kraft un Stärk.

Nach dem Kirchenlied: Allein Gott in der Höh sei Ehr
Text und Melodie: Nikolaus Decius (1523)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Alleen Gott üöwer us sie Ehr
un Dank för Siene Gnaden,
daorüm dat nu un nimmermehr
us hier nich kann wat schaden.
Dat Gott gefallet, wat wi so doot,
dann is bi us auk all’s in‘ Lot,
all Fehd hät so sien Ende.

Wi freut us, wenn de guede Gott
dat Dimstrige wier lichtet;
dat buuten bliff, guet ächter Schlott,
wat us togrunde richtet.
Wi sind umfangen von Gottes Macht
de trüe us schützet Dag un Nacht;
wi könnt us drup verlaoten.

O Jesus Christus, Gottes Süöhn,
Du kenns as Mensk us Sehnen.
Wi wünskt mehr Frohsinn, statt Gestüöhn
dann kann sick Guets uutdehnen.
Lamm Gottes maak us to frohe Lüe,
de gerne liäwt, Gott alltiets trüü,
dann kann us nix nich stören.

Alles meinem Gott zu Ehren
Melodie aus dem Duderstädter Gesangbuch (1724)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

All’s mit Sinn to Gottes Ehren
bi de Arbeit, in de Ruh.
Gottes Luow un Ehr to mehren,
ick verlang un alles doo.
Gott alleene will ick gewen
Hiärt un Siäl un all mien Strewen.

Giff, o Jesu, Gnad daoto;
giff, o Jesu, Gnad daoto.

All’s mit Sinn to Gottes Ehren,
denn Sien Geist mäck heil de Welt.
Sünd un Schann könn wi so wehren,
ümdat mehr dat Guede tellt.
Gott alleen giff Kraft un Stärke
dör Gebet un Siene Kerke.

Giff, o Jesu, Gnad daoto;
giff, o Jesu, Gnad daoto.

All’s mit Sinn to Gottes Ehren,
off in Freide orre Pien.
He alleene kann us lehren
wuvull better könnt et sien.
För Em will ick gerne liäwen
un antlest in Em auk stiärwen.

Giff, o Jesu, Gnad daoto:
giff, o Jesu, Gnad daoto.