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Kodderig Wiär, dat is nix för de Gesundheit. Jüst aolle Lüe laupet dann gau mit ne Verköhlung un häbet et wahn an‘ hooßen. Mit de Bronchien is nu maol nicht spassen. Dat wüss Anton auk. So woll he de glieks wat keggen doon. Un so stönn he in de Stadt dao nu vör de Afftheek, sienen Struppi an de Liene debi. Doch Struppi droff de nicht mit in. „Hunde müssen draußen bleiben“, stönn graut an de Afftheekendöör. Ick säch di, dat dat alle so städtske Marotten sind. Egaol. De Rüe harre jä auk nix. Aower wohen demit? Anton keek üm sick, üm dat Dier wo antobinnen. Aower nix. Nix to maaken. An allen Mumpitz harren se dacht, aower Diere mossen män seihn, wo se bleewen.   

     Gott Dank kam dao nu ne Frau up em to un Anton göng dat Menske auk forts an: „Stopp! Könns mi wuohl iäben den Hund haollen. Ick mott dao gau in un haalen wat.“

     De Frau bleew staohn, keek em an un sach bloß: „Bitte …“

     Oh, göng et Anton dör ’n Kopp, glieks häs et hier all mit so ne fiene Dame to doon. Se harre em wuohl nich recht verstaohn. Also dai et de Mann nu vörnehmer: „Ich meinte, ob gnää Frau, nich wahr, also ob Se vielleicht so gut sein möchten, mir nen Moment den Hund zu halten, derweil ich nur kurz mal eben, von wegen alle die Verkühlung mit de Huusterei, in die Apptheke rein muss, ich meine, wenn’s nich zu viel verlangt is.“

     De Frau keek em verwünnert an un sach: „Dao bruukt Se ja gar nich so gewöllig Worde üm maaken, ick sin de wuohl ächter kuemmen, üm wat et geiht.“ Doch nu wiesede se up den Rüern un sach: „Ick häb bloß frocht, off he bitt?“


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aus dem Aschendorff-Verlag Münster.

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zählen zu den Klassikern der plattdeutschen Sprache
und sind zu jedem Anlass ein originelles Geschenk „von hier“

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Schicke Gott, es Di ’t geföllt,
off fien, off groff, off week, off hatt;
off drüüg ick bliewe orre natt,
ick weet, dat et mi hölt.

Kömmt et von Di, is nix nich schlimm;
Du hölls us auk in Angst un Klage.
So, es in de Waoge Nacht un Dage,
so fall auk ick de nich bi üm.

die CD zum plattdeutschen Gebetbuch

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Otto Pötter
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„So is se, use Art“ – Cover

Otto Pötters plattdeutsche Bücher haben über die Jahre einen großen und beständig wachsenden Leserkreis gewonnen. Das hat ihn zweifelsohne zu einem der bekanntesten und beliebtesten plattdeutschen Autoren in der Region werden lassen.

Plattdeutsch wird aber vor allem im gesprochenen Wort lebendig. Darum hat Otto Pötter eine Auswahl von unterhaltsamen Texten (Döönkes) eingespielt. Sie können sie in Form einer CD direkt bestellen.

 

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All’s is still un schwich.
Gewidderstimmung lich
in de Lucht. Et is bienaut.
Griesgiäll, met Schlieren, lück violaraut,

rullet Wulken üöwert Venn
un grummelt brummig vör sick hen.
Dat Moorhohn will so wat nich luoben,
verschrocken kick et scheel nao buoben.

Nu schreit et mit ne bange Stemm,
de rullt un kollert wiet, wiethen.
Dao fallet auk all dicke Druoppen.
Gau hät dat Birkhohn sick verkruopen.

Nen grellen Blitz! Met Mordsgewalt
dönnert et nu, dat et knallt.
Un et schinnt, de wööste Riägen
dött gar dat heele Venn bewiägen.

As slabberde et met Sluckup,
so nemmt dat Tüörf den Riägen up.
Et brabbelt un et brummelt.
Et dönnert un et grummelt –

bis dat de lessten Druopens plumpst.
Von wieden noch wat Grummeln bumst …
Dat Moorhohn kann sick nu wier freu’n,
et balzt de Hahn – un noch so fein!