Gebet keggen de Korpulenz

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O Gott, mit miene Korpulenz
liäw icke keggen alle Trends.
Ick wünske mi von Hiärten sehr,
dat endlicks ick wat lichter wör.

Drüm möcht ick nu, statt wat to iätten,
to Di in de Tiet leiwer biädden.
Dat wör nich geistig bloß gesund,
et göng auk quiet glieks Pund üm Pund.

Ick könn so ohne Strategien
lichthen insparen Kalorien.
Dat möök mi schlank un mehr äs blij,
so help mi, dör Gebet debi.

Ick will et reinheruut benennen:
Gott, staoh mi bi, üm afftonemmen!
Ick huop up Di un bitte Di,
Gott, stärk un unnerstütze mi.

De Teihn Gebode up Platt

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Ick sin dien Gott, dien Schutz un Schild,
drüm achte guet, wat alltiets gilt,
so is auk di et guet tomode,
mit düsse, Miene Teihn Gebode:

1. Vergötter kiene Macht der Welt;
laot trüe Mi di to Siete staohn.
Ick sin dien Gott, de to di hölt,
mit Mi döss nienich unnergaohn.

2. Haoll, wat Mi tokömmt, hauch in Ehr
un acht auk iämso mienen Namen.
Ick staoh di bi, staoh di to Wehr,
spriäk du daoto dien Amen.

3. Verrenn di nich, heel wahn, malatt,
in Arbeit, Stress orre Klimbim.
Doo auk för diene Siäle wat,
drüm sie de Sunndag di Gewinn.

4. Ehre dankbar Vaa un Muor,
in‘ Öller laot se nich in‘ Stich.
Häb fröndlick di un sie nich daor.
Acht‘ guet up eenes: Striet‘ ju nich.

5. Haolle an di, nienich morde;
all’s wat liäft is’t Liäben gönnt.
Doch wahr di auk vör sücke Worde,
de ännere vernichten könnt.

6. Briäk nich lichthen den Ehebund,
laot di äs Lodderjan nich gaohn.
Befasse di auk nich mit Schund,
wu könn man süss noch uprecht gaohn?

7. Laot liggen, wat di nich gehört,
denn Klauen brenget nimmer Glück.
Auk Schrappen ohne Rücksicht stört,
et mäck kaputt bloß, Stück för Stück.

8. Dien Wort sall ehrlick sien un klaor,
nich ächten rüm, dat mäck nich froh.
Drüm sägg bloß dat, wat auk is waohr,
süss haoll di trüch, is biätter so.

9. Begehrlichkeit erfüllet nich.
Giez stött af, kennt kien‘ Manier.
Well nich genoog in‘ Halse krich,
verdriff dat Glück dör siene Gier.

10. Nich all’s wat Lust mäck, mäck auk froh.
Wahr di vör Sodom un Gomorra.
Drüm sägg ick et hier düütlick so:
Ora et labora.

Plattdeutsche Pötter-Bücher
aus dem Aschendorff-Verlag Münster;
Immer etwas Besonderes „von hier“!

Graute Gott, wi luowet di

Großer Gott, wir loben dich
Melodie nach Bones Cantate (1852)
Text nach dem Te Deum, Ignaz Franz (1771)
Plattdeutsche Übersetzung: Otto Pötter (2020)
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Graute Gott, wi luowet Di,
Herr wi prieset Diene Stärke.
Vör Di duckt de Erd sick schüü,
un bewunnert Diene Werke.
Wu sick auk de Erde dreiht,
Du bliffs Gott in Ewigkeit.

Allens wat Di priesen kann,
Cherubin un Seraphinen,
stimmt för Di ’n Luowleed an,
alle Engel, de Di doot dienen,
singt mit Schall Di jubelnd to:
„Hillig, Herr Gott Zebaoth!“

Staoh Du graute Gott us bi,
laot us nich alleene sitten.
Diene Hölpe trauet wi,
vull Vertru’en doo wi bitten:
Help us, Gott, denn Diene Macht,
löcht us auk in düüster Nacht.

Graute Gott, wi luowet Di,
priesen will wi Di un danken.
Dör Di will wi werden nie,
üm nich immer wier to schwanken.
Help us uut den aollen Trott,
Staoh us bi, Du graute Gott!

♣ ♣ ♣

Aus dem Plattdüütsch Gebiädebook von Otto Pötter

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Zu jedem Anlass ein originelles Geschenk „von hier“

Well unner Gottes Schutz
fest steiht

Wer unterm Schutz des Höchsten steht
Text (nach Psalm 91) und Melodie: Michael Vehe (1537)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Well unner Gottes Schutz fest steiht,
in Sienen Schatten seeker geiht;
well upt Geleit von Gott klaor kick,
Sien Schutz un Hölpe mit in‘ Blick,
de spreck vull Toversicht to’n Herrn:
Nix sall mien Weg to Di hen stör’n.
Du mien Geleit, mien Schutz un Schild,
mit Di to gaohn bin ick gewillt.

Well weet, dat Gottes Hand em hölt
un he debi nich daale föllt;
kien Unheil, dat in‘ Düüstern luert
un man nich irrt, auk wenn’t maol schuert;
denn Siene Engel, nao Gott’s Wort,
passt up em up, an jeden Ort,
ümdat sien Foot an kienen Steen,
sick stött, orre versehrt de Been.

Gewiss is, so de Kerk et liährt:
Well an Em glöff, bliff unversehrt.
Bi Em wi Schutz un Hölpe finn’t,
so es de Vader schützt‘ Sien Kind.
So möch ick gaohn vull Toversicht,
an Siene Siete dicht an dicht,
dann kann ick uprecht auk guet staohn
un ehrbar dör mien Liäben gaohn.

‘n Huus vull Glorie

Melodie: Ein Haus voll Glorie schauet
Text und Melodie: Joseph Mohr (1875)
Plattdeutscher Übersetzung: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

‘n Huus vull Glorie wiest sick
wiet üöwert ganze Land.
Deep gründet, es up ewig,
denn et steiht nich up Sand:

Gott, wi luowet Di, Gott, wi prieset Di!
Du bis us in de Kerk, hier alltiets Kraft un Stärk.

Standfest is et ümkränzet
mit hauhge Tüörns, gefeit.
Un buoben drup dao glänzet
dat Krüüß in Herrlichkeit:

Gott, wi staoht to Di, wi bekennet Di!
Du bis us in de Kerk, hier alltiets Kraft un Stärk.

Wuohl toset üm den Schutzwall
so männiget Gefecht;
dann lüüd’t de Glock mit hehren Schall,
in‘ Düüstern werd et lecht:

Gott, wi huopt up Di, wi staoht fest to Di!
Du bis us in de Kerk, hier alltiets Kraft un Stärk.

De Kerke, de is bauet
up Jesu Christi Wort,
worup wi ganz vertrauet,
wi ehret düssen Hort:

Gott, wi baut up Di, wi vertraut up Di!
Du bis us in de Kerk, hier alltiets Kraft un Stärk.