Komm, du Heiland aller Welt
Melodie: Martin Luther (1524)
Text: Markus Jenny (1971)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
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Komm, Du Heiland von us all;
Menskensüöhn doo us Di kund.
Wat wi bruukt is nie’en Drall,
Hiärt un Siälen sind us wund.

Wi bruukt Insicht, Ümkehr, Sinn,
Wietblick, Demoot, Gottvertrue’n
Mitgeföhl auk, nich to minn –
un all dat nich bloß nao Luun …

Welt un Schöpfung geiht et leep;
wat wi doot, is nich egal.
Fallen sind wi all, heel deep;
ohne Di geiht‘ mit us daal.

Komm, Du Heiland von us all,
dat wi ehrfurchtsvoller liäwt.
Un nich dulldriest kommt to Fall,
nich in Wahn un Ohnmacht stiärwt.

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Brengt wi et hier auk noch so wiet,
et is män för ne lütke Tiet.
Wat wi auk doot, eens is gewiss:
Nix is un bliff so, es et is.
Bloß Eener bliff sick liek in allet;
He hölt us, auk wenn wi es fallet.

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De Herr is mien Hööder,
et sall mi an nix feihlen.
He lött mi ressen in de grööne Natur
un wieset mi stille Hööke
mit Pütts (Brunnen) vull frisk Waater,
wo all mien Sehnen un Verlangen
kömmet wohlig to Ruh.
Getrüü nao sienen Naomen
sin ick geborgen in em.
Wätt et auk düüster es up mienen Weg,
so is mi doch nich bange;
denn ick fürchte kien Unheel.
Ick weet un sägg mi immer:
„Gott, du steihs mi bi, du verlötts mi nich.
Dien Stock un Staff giff mi Haolt,
dien Geleit mi Toversicht.“
Du deckst den Dischk mi so,
dat miene Kontrahenten et nich glöwen könnt.
Gar pomadig striekst du dör mien Haor,
gütts mi mit fiensten Drank de Humpen vull.
Mit schier Gnad un Huld bis du alltiets üm mi.
So weet ick mi tohuuse bi di, mien Liäben lang.

Eine große Stadt entsteht
Melodie: Josef Anton Saladin (1972)
Text: Silja Walter (1965)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Hier up Erden oft verkannt,
sind wi all‘ in Gottes Hand,
auk wenn twiärs wi kiekt.
Doch mit us is Jesus Christ
off et sönnklaor is orr‘ trist –
wi sind nich alleen.

Wenn wi meint, et göng nich mehr,
kömmt von Gott wat Guets deher,
wat helpt up de Been.
Egaol is He dicht bi us,
nimmer mäck He mit us Schluss –
wi sind nich alleen.

Dank Gott Vaa, de us ümsorgt
un den Geist, up den wi horcht,
wenn nix schinnt mehr schön.
Dann giff Jesu Krüüßeskraft
us wier Moot, dat wi et schafft –
wi sind nich alleen.