Ick bin Otto Pötter uut Rheine. Dat lich dicht an de Grenze tüsken et Mönster- un Emsland. Et is auk ne plattdüütschke Spraakgrenze. So is dat nu maol, Platt un Platt, dat is nich immer eens. Drüm säch ick et unner us es so: Lutt use Plattdüütschk auk hier un dao immer maol wier anners, so versteiht man et von Grund her dennoch wuohl. Denn well sick mit Plattdüütschk befasset, de mott sick de auk in giebben. So is dat auk mit dat Liäsen von plattdüütschke Bööker. Man mott sick dao bloß ’n bettken mit befassen, dann geiht et.
Über Otto Pötter
Ick bin Otto Pötter uut Rheine. Dat lich dicht an de Grenze tüsken et Mönster- un Emsland. Et is auk ne plattdüütschke Spraakgrenze. So is dat nu maol, Platt un Platt, dat is nich immer eens. Drüm säch ick et unner us es so: Lutt use Plattdüütschk auk hier un dao immer maol wier anners, so versteiht man et von Grund her dennoch wuohl. Denn well sick mit Plattdüütschk befasset, de mott sick de auk in giebben. So is dat auk mit dat Liäsen von plattdüütschke Bööker. Man mott sick dao bloß ’n bettken mit befassen, dann geiht et.
Manchs is dat Liäben bloß schwuor to verstaohn, dao moss dienen Patt ganz alleen dann so gaohn. Dann doo, wat du doon moss, un is et auk hatt, bit Wasken wäd immer dat Fell nu maol natt.
Doch bis du wier rein un nich eene mehr murrt, kanns blitzblank nu säggen: „Allet wäd guet.“
Bild: Aschendorff Verlag Münster 182 S. fester Einband 18 €
ISBN 978-3-402-25149-2
Das Buch handelt von Menschen, ihrem Leben in kleinen Alltäglichkeiten und mancherlei kuriosen oder auch umsichtigen Lebenslagen. Mit viel Einfühlungsvermögen und feiner Beobachtungsgabe erzählt Pötter von Land und Leuten in den Landstrichen längs der Ems. All das könnte auch an-derswo so passiert sein, aber nicht so wie hier … Man empfindet wohltuend den Respekt vor Brauchtum und Gemeinschaftssinn in einer Zeit, in der tradierte Werte und Gewohnheiten verblas-sen. Die Geschichten sind kauzig, mal mit Humor und mal augenzwinkernd mit verschmitztem Hin-tersinn erzählt. Das Buch wird man gern in Händen halten – wohl auch, um es zu behalten.