Mien moj Kuschelecksken

Bild: pixabay

Ick bruuke kien Tamtam.
Mi is alleene auk nich bang.
Ick häbe ja ’n moji Plecksken,
dat is mien lütke Liäseecksken

wo icke, ohne je to stressen,
mi alltiets wunnerbar kann ressen.
Geiht‘ buuten rund auk mit Klimbim,
so gieff ick dao schier gar nix üm.

Doch mien Hook is ’t schönste Kämpken
mit Chaiselongue un Liäselämpken.
Upt Böökerbrett is hengestellt,
wat miene Welt in Orden hölt.

Ach jao, dat Wandbeld vis a vis,
dat is de auk noch schön mit bi.
Dao schinnt de Maond so dör de Baime,
dat schenkt mi oft de schönsten Draime.

Ja, mi is et dat leiwste Plecksken,
mien lütke, moj Kuschelecksken.
In mienen Hook sin ’k guet tofriär;
dat is mien Riek, wat will ick mehr?

Profilneurose

Bild: pixabay

Ja, dat künstlicke Gebiss
is män doch ’n Hindernis.
Haore wasset uut de Ohr’n
un de Schnuppersinn geiht auk verluor’n.

De Ächtern, fröher prall un rund,
föllt langsam in dör Muskelschwund.
Un buoben up dat griese Köppken,
löpp uut de Niäs so männig Dröppken.

Dat Profil werd langsam kläglick;
man nemmt to, gar baolle täglick.
Un auk dao drunner, unner ’n Nabel,
is ‘t auk nich mehr so ganz passabel.

All dat will Jopp nich gellen laoten,
stattdem dött he ganz anners praoten:
He pucht, he könn noch wuohl an Krücken
ne schöne Frau recht guet beglücken!

„Män to, ick häb de nix ümbi;
Hauptsaak, ick bin de nich mit bi“,
säch Siska gönnerhaft nu so –
un knipp daobi ’n Aoge to.

Doch rejell meint de Frau von Hiärten,
Jopp soll män leiwer lecker iätten.
Dat bekaim em wietuut mehr,
äs, hopplahopp noch – noch so sehr.

Et bleef nu maol nich mehr vull Spass
bi Hopsasa mit Ischias.
Auk hölpen Jopp bi’n besten Willen
ja nich es mehr so Mannslüüpillen.

Dao göng’n de Fraulüe doch bi laupen
un dai‘n sick leiwer schön wat kaupen,
ehr dat se schweetend rümfuhrwerkt
un Krücken gar villicht noch briäkt!

För Jopp wör nu wiet mehr passabel
de Bibel, so auk dat mit Babel.
Dat prieset Siska Jopp nu an –
statt Dickedoon äs ollen Mann.

Plattdeutsche Bücher von Otto Pötter,
bei jeder Gelegenheit „was Schönes von hier“.

Altersmedizin

Bild: pixabay

Et weet de beste Medicus,
in jedet Kruut sitt wat för us.
Un gar dat Knoblauchalliin,
wär beste Altersmedizin.

De Rollmops

Bild: pixabay

Nen Rollmops is ’n spassig Dier,
bloß mit ne Gurke, ansüss schier,
is suur he wuohl un doch auk mild.
Un Mannslüe sind de heel up wild!

„Im Fisch steckt Vielfalt“, säggt se klook.
Dat stönn gelehrig in‘ graut Book.
De Rollmops bruukt‘ kien Schisslaweng,
de gäff schier Kraft, worüm ‘t auk göng.

De Heilkunst, schinnt, de weet noch mehr;
dao sind de Mannslüe ächter her,
Nao Rollmöps wiest’e sick alsdann,
wat nich noch könn all’s so de Mann.

Drüm laot‘ se sick de Rollmöps munden,
üm kraftvoll deran to gesunden.
Häbt dann de Fraulüe leider Koppien,
bliff immer noch de Rollmopsholtpinn,

üm vör Wut derup to bieten
un dann to wesseln gau de Sieten.
Hen an‘ Kühlschrank, ran ant Beer –
un vörerst kienen Rollmops mehr!

La Le Lu

Bild: pixabay

La Le Lu,
sacht ümfängt us Aobendruh,
wenn de Sandmann fröndlick winket,
dann wink auk du.

La Le Lu,
Nachtuhls roopt all: „Uhuhu …“
Wenn de Sternkes blenkend draimet,
dann draim auk du.

De Mann in‘ Maond kick daal up us
as winkte he us to;
as sagg he nu to Dagesschluss
us: „Angenehme Ruh.“.

Gar Engelkes doot sick nu waogen
to us, heel dichte bi.
Umfanget Hiärt un fuchte Aogen
mit Hiemmelglanz un Sympathie.

La Le Lu,
laot den Sandmann kuemmen nu,
weil he us mit Schlaop fien winket,
drüm wink auk du.

La Le Lu,
wunnerbar de Aobendruh,
wenn de Welt von Frieden draimet,
dann draim auk du.