Schosteenfiäger göng spazeern

Melodie: Schornsteinfeger ging spaziern
Text: Otto Pötter

Bild: pixabay

Schosteenfiäger göng spazeern,
Schosteinfiäger göng spazeern, göng spazeern,
Schosteinfiäger göng spazeern.

Kam he an nen Fachwerkhuus …
Möök ne sööte Deern dao Schmuus …
Wicht, säch, wiss du mit mi gaohn …
Mott ick erst mien Moder frao’n …
Moder, draff ick mit em gaohn …
Moss du erst es Papa frao’n …
Papa, draff ick mit em gaohn …
Nää, mien Deern, dat draffs du nich …
Beide lööpen nu gau wech …
Vaa un Moder ächteran …
Fierden wanner Hochtiet dann …
Laate göng et dann int Bett …
Doch wör dat dao noch ganz nett …

Schosteenfiäger fiägte schön.
Schosteenfiäger fiägte schön, fiägte schön.
Schosteenfiäger fiägte schön!

La Le Lu

Bild: pixabay

La Le Lu,
sacht ümfängt us Aobendruh,
wenn de Sandmann fröndlick winket,
dann wink auk du.

La Le Lu,
Nachtuhls roopt all: „Uhuhu …“
Wenn de Sternkes blenkend draimet,
dann draim auk du.

De Mann in‘ Maond kick daal up us
as winkte he us to;
as sagg he nu to Dagesschluss
us: „Angenehme Ruh.“.

Gar Engelkes doot sick nu waogen
to us, heel dichte bi.
Umfanget Hiärt un fuchte Aogen
mit Hiemmelglanz un Sympathie.

La Le Lu,
laot den Sandmann kuemmen nu,
weil he us mit Schlaop fien winket,
drüm wink auk du.

La Le Lu,
wunnerbar de Aobendruh,
wenn de Welt von Frieden draimet,
dann draim auk du.

Aobendstund kömmt sachte

Bild: pixabay

Melodie: Abend wird es wieder

Aobendstund kömmt sachte,
dao döt Ruhe guet.
Baolle is et Nachte,
Düsternis all luert.

Bloß de Iemse bliff nich
aff un an es staohn;
auk iähr Waater schwigg nich,
mott män wiedergaohn.

Es de Iemse geiht dat
hier auk use Siäl‘,
immer wier maol is wat,
düster maol un hell.

Wat för deep Begründung
dat auk kläören will,
von de Quell to Mündung
steiht dat Hiärt nich still.

Gottverlangen driff us
üöwer Dag un Nacht;
eenzig Ruhe bliff us –
wenn He hölt de Wacht.

Heile, heile Hänsken

Bild: pixabay

Heile, heile Hänsken,
et wätt wuohl es wier guet.
Sind köppsk auk männig Mensken,
et schiert wier up, wenn ‘t schuert.
Heile, heile Heckemeck,
in hunnert Jaohrn is alles weg.

Könnt ick es bloß maol Herrgott sien,
so dirigierde ick
mit ne Latüchte, mild de Schien,
de Sängers guet in‘ Blick.

Mi göng et mehr üm Harmonie,
mehr weeke Töne, Mollgesang.
Auk Summen härr ick nix ümbi,
denn Brummen giff kien‘n schönen Klang.

Et is, as kehrden wi daobi
mit fiene Bessens püükfien uut;
et söhg es maol wier uut es nie –
vull Köppsket wör dao glieks mit druut.

Hattet tröck so uut de Welt,
möök Platz auk es för lichten Sinn –
ohn dat de Lichtsinn twiärs sick stellt,
wör locker glieks mehr Luune drin.

So wör villicht nich alles weg
in hunnert Jaohren hier.
Et klüng wat nao, wat wiederdröch
un frisk gar möök noch Mensk un Dier.

Heile, heile Hänsken,
laot‘ singen us in Moll,
ümdat wi dullen Mensken
mehr Freude häbt, statt Groll.
Heile, heile, ohne Schreck,
dann bliff vull Schöns, dann is ’t nich weg.

Dao stimmt bestimmt wat nich

Melodie: Die Vogelhochzeit
Text: Otto Pötter

Bild: pixabay

Well nu nich deftig mit us singt,
daomit et auk schön lustig klingt:

Bi den stimmt wat nich,
bi den stimmt wat nich,
bi den stimmt bestimmt wat nich!

Well Waater drinkt, statt Wien un Beer
un daobi auk noch kick lück quer:
Bi den stimmt wat nich …

Well fromm döt mit den besten Tipp
un dann in‘ Düüstern Katten knipp:
Bi den stimmt wat nich …

Well Holt genoog häff vör de Düör
un haalt sick anners mehr noch her:
Bi den stimmt wat nich …

Well gaffelt giän in griese Haor,
giff Müülkes gar sien Schwiegermuor:
Bi den stimmt wat nich …

Well danzet es nen Iesegrimm
un schmitt gar wööst noch Stöhle üm:
Bi den stimmt wat nich …