Säggt an,
well is doch düsse

Sagt an, wer ist doch diese
Melodie: Joseph Clauder (1631)
Text: Johannes Khuen (1638) und Guido Maria Drewes (1885)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Säggt an, well is doch düsse,
de hiemmelhauch dao straohlt,
us kunddöt Hiemmelsgrüße,
us Moot will sien un Haolt?
Se kömmt herab von Ferne,
wo se schmückt Maond un Sterne,
is Glanz, von Gott gewollt.

Se is de schönste Rose,
besönners uuterkor’n.
As Frau, de makellose
Gott’s Moder is se wuor’n.
Se giff us in de Kerke,
wenn’t grummelt Kraft un Stärke,
is Haolt, von Gott gewollt.

Drüm beiget wi de Kneie
in Demoot vör iähr gern,
so dat de Gloov us freue,
dann sin wi iähr nich fern.
Se is us eenzig, allet,
hölt us dat wi nich fallet,
is Haolt, von Gott gewollt.

Stille Nacht

Melodie: Franz Xaver Gruber (1818)
Text: Joseph Mohr (1816)
Plattdeutsche Übersetzung: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Stille Nacht, hill’ge Nacht,
allet schlöpp, bloß et wacht
heel glücksiälig dat Öllernpaar
un ne truulicke Hirtenschar;
denn dat Kind schlöpp sacht,
ja, dat Kind schlöpp sacht.

Stille Nacht, hill’ge Nacht,
Engel Gottes hollet Wacht.
Dör de Engel Hallelujao
klingt et fien von Fern un Naoh:
Christ, Spross Gottes is dao;
Christ, Spross Gottes is dao.

Stille Nacht, hill’ge Nacht,
in nen Stall, is us bracht:
Jesus, Hölper un Freedensboot‘,
de us schenket nee’en Moot.
Christ, de Heiland is dao;
Christ, de Heiland is dao.

To Betlehem geboren

Melodie: Nach Tradition aus dem Kölner Gesangbuch, 1638
Originaltext von Friedrich Spee (1591 – 1635)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2012)
Bild: pixabay

To Betlehem geboren, is us ’n lütket Kind.
Wi häbt et uuterkoren, daovon wi andoon sind.
Eja, eja, daovon wi andoon sind.

In siene Leew ganz upgaohn, will ick so guet ick kann;
will ehrsam an de Kripp staohn un mit Em gaohn mien‘ Gang.
Eia, eia un mit Em gaohn mien‘ Gang.

Dat Kind, et sall mi wiesen den Patt liek hiemmelan.
Drüm will dat Kind ick priesen, mit all’s, wat ick so kann.
Eia, eia, mit all’s, wat ick so kann.

Daoto et Gnad mi giäbe, daonao verlang ick sehr.
Dat wiehnachtlick ick liäbe, in Freude Gott to Ehr.
Eia, eia, in Freude Gott to Ehr.

Wi luowet Jesus Christus

Gelobt sei Jesus Christus
Melodie: Melchior Vulpius (1609)
Text: Michael Weiße (1531)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Wi luowet Jesus Christus in alle Ewigkeit;
de Mensk för us is wuorden
uut graut Barmherzigkeit.
Hier deerundertig Jaohr
Gott dör Em spröök recht klaor.
Drüm luowt wi Jesus Christus in alle Ewigkeit.

Wi luowet Jesus Christus in alle Ewigkeit;
de vör Verdiärw will wahren
dör Gott‘s Gebot un Freud.
Ümdat in use Welt
för us dat Guede tellt.
Drüm luwot wi Jesus Christus in alle Ewigkeit.

Wi luowet Jesus Christus in alle Ewigkeit;
de sick an‘ jüngste Dage
us wiest in Herrlichkeit.
Wat bruoken wör, is ganz,
dann stahlt‘ in‘ ew’gen Glanz.
Drüm luowt wi Jesus Christus in alle Ewigkeit.

Mien Hiärt un Siäl
verlangt nao di

Aus meines Herzensgrunde
Melodie: David Wolder (1598)
Text: Georg Niege (1586)
Plattdeutscher Text: Otto Pötter (2020)
Bild: pixabay

Mien Hiärt un Siäl verlangt nao Di,
nao Di, du guede Gott.
So es de Sönn den Dag mäck nie,
mäcks Du Glück statt Verdruott.
Di Gott in‘ Hiemmelsglanz
gebühret Luow un Ehren
dör Christus usen Herren
gehöret wi Di ganz.

Ick möchte Di gehören,
för immer, ganz un gar.
Mi sall dann nix mehr stören,
et is mi all’s dann klar.
Drüm siägne all‘ mien Doon
un löchte uut mien Denken;
so laot ick gern mi lenken,
sing mit Di Ton in Ton

To Di hen will‘k mi wenden,
ansüss leip et licht quer.
Von Anfang bis in Enden
von Di kömmt alles her;
Vull Demoot bitt ick Di,
blief mi alltiets to Siete,
dann hät mien Liäben Wiete,
mit Di sin’k froh un frie!

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Aus dem Plattdüütsch Gebiädebook

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