Wohlsein

Bild: pixabay

Besöök, dat geiht et nu maol nich, ohne sick de wat bi to vertellen. Doch nich to glöwen, wat dao nich manchs so an Quaterie bi haruutkömmt. Eenzig, wenn et so üm dat Wohlsein geiht, hört sick dat all wat änners an. Is jä auk wichtig! Un ansüss? Nu ja, all’s annere dat giff sick. Giff jä immer wat.

So göng dat auk es bi Änne un Alfons. Bi iähr wören Franz un Mimi to Besöök in Huuse. Kick, un so bruukte dat nu auk lück wat an Themen. Mimi wör jä nie noch nich up ’n Mund fallen un sagg glieks:  „Oh, dat is aower leckern Koffie! Wo is de denn her?“ Änne: „Dat is Bremer Koffie. De is guet.“ Dao fröög Franz: „Bremen? Is dat nich alle SPD dao buoben?“ Alfons nickoppede: „Jaja, de Norden wör immer all’s all SPD.“ Dat schööt Mimi int Lachen: „Un dann so ’n schwatten Koffie!“ Daorup sagg Änne: „Jaja, de Politikers. Man kömmt de nich uut klook.“

Franz stupste Alfons an: „Sass nich meinen, wat se mi to’n Geburtsdag schonken häbt – nie’e Pantuffel.“ Alfons gefööl dat: „Schönschön. Nu ja, de kann man immer guet bruuken. Auk schwatte?“ „Nä, gries“, anterde Franz. Dat wör wat för Änne. Wat ’n Spass, as se mennde: „Biätter griese Pantuffel äs griese Haore.“

„Laot män“, wünk Franz aff, „giff genoog Fraulüe, de staoht up griese Haore.“ Oh ha. Dao moss Mimi bi lachen: „Wat du nich säggs. Aower nich auk noch met griese Schlappen!“ Franz brabbelde: „Quaterie. Dat met de Fraulüe un so, nich wahr, also dat ligg wuohl nich bloß an de Schlappen.“

Alfons meinde dat auk: „Ick schwör män immer noch up düsse Methusalem-Pillen.“ Franz: „Ach, düsse van den aollen Stroganoff?“ Alfons: „Jaja, so ähnlick. Egaol. Se doot mi guet.“ Daobi keek he nu geck siene Frau an un sagg: „Änne, nu sägg du doch auk es wat!.“ Änne wünk lück verliägen aff un meinde: „Wat sall ick säggen, ick sägg immer so: Hauptsaake wi bliewet de alle gesund bi.“ Dao nikkoppede auk Mimi bi un betonde: „Oh ja, de Gesundheit, de Gesundheit, dao geiht nix vör.“ Alfons stönn up un reip: „Dat is ’n Wort! Also, wat de Gesundheit anlangt, dao häb ick schön wat för in‘ Keller. Drüm gaoh ick forts eenen haalen.“ Dao keek Änne nu aower spitz bi up: „Män langsam an. Meinee, is jä noch daghell!“

Franz keek heel verbaast hauch: „Godorri, Mimi, häw wi eenlicks dat Gas affstellt?!“ Daorup Mimi: „Icke wuohl. Dao kiek ick immer glieks nao. Hauptsaake du häs dao nich noch an‘ Herd rümdreiht.“ „Icke? Nä. Wat sall ick an‘ Herd rümdreihen?“ Mimi meinde nu denn auk beruhigt: „Dann is jä guet. Dann sall use Hüüsken auk wuohl nich in de Luft fleigen.“

Dao kam Alfons nu met de Pulle in‘ Stuoben un fröög nieschierig: „Hö? Waat is!? Well is denn nu all wier in de Luft fluogen?“ Franz wünk aff: „Nix wieders. Et göng bloß üm usen Gasherd.“ Alfons harr all Pinnkes in de Hande un sagg so niäbenbi: „Ah so. Ja, dat Gas werd auk nich billiger.“ Worup Änne fröög: „Wat werd all billiger?“ „Jaja“ jampkede Franz, „von us könnt se et jä nemmen.“ Daorup Alfons bi’n Ingeiten: „Drüm will wi us leiwer eenen nemmen; den könnt se us niämlicks nich nemmen!“ Un se meinden denn auk alle, dat dat guet so wör. Kick, wat mehr nu noch?

Ach ja: „Wohlsein!“

 

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