Manöver

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Mit dat schöne Wiär kreeg ick maol wier richtig wat up de Ohren, as Jagdbombers üöwer mi wegsuuseden. Un fraog nich wie! Daokeggen brummde sick vör Tieten nen Fieseler Storch (Fi 156, Beobachtungs- und Sanitätsflugzeug im Zweiten Weltkrieg) ganz harmlos wat dör de Wulken terechte. Aower de Tornados …! Jesses, geiht nich duller. Gewe Gott, dat et nich eenes Dages ernst wätt demit. Daobi …

     Nu ja, daobi is dat mit dat Militär in Rheine doch längst vörbi! Von Manövers ganz to schwiegen. Wo giff et denn noch Manövers? Dao mäck sick ja vandage nich eenen Off’zier mehr schwatt bi. Mehrst spiellt se dat bloß noch mit de Computers so dör. Den aollen Oberst von Zeydlewitz aower dai säggen: „Die wahre Gefechtsbereitschaft erfordert den ganzen Einsatz.“

     Oh ja, dat wören noch Tieten, as se mit de Gefechtsbereitschaft ernst mööken, as sick de Landsers unternehmungslustig in Buernschoppens inquartierden, so äs Sandhasen bi Wind un Wiär de Wallhieggen längs krööpen, sick mit de Flinte debi towünken un aobends bi ne Pulle Beer süngen: „Wilde Gesellen vom Sturmwind durchweht …“ Wat wören et noch Tieten, as wööste Panzers üöwer de Kämpe weg iähre Insätze probten. Oh, oh, oh, wat göng et deher. Wat ne Vaterlandsliebe. Et bleef de kien Steen liek mehr bi.

     Bäänd kann dao noch guet wat von vertellen.

     Nu ja, wu dat so wör; de Landsers mööken sick erst es dat Gesicht schön schwatt un spiellden dann so up iähre Art „Räuber und Gendarm“. De Buern mossen uut Vaterlandsliebe män an sick haollen, auk wenn et Äcker un Felder manges mächtig kreegen un „Land unter“ wör. Aower för so wat härren sick de Buern „im Reparationsfalle“ bi dat Manöverentschädigungsamt Geld haalen konnt.  

     De Buer Stöppelkamp wör dao auk immer glieks flietig bi wiäsen. So härr de auk es bi dat Manöverentschädigungsamt anroppt un sick bollerig beschwert: „Also so wat!! De Panzers häbt mi gistern doch reinweg dat heele Rööbenfeld platt maaket. Dao is nix mehr von to haalen. Ick häb mi dat maol uutriäknet, dat mäck weinßens so …“

     „Entschuldigung“, härre sick daorup dat Frollein von ’t Amt wünnert, „das Manöver beginnt doch erst nächste Woche!“ „Auk guet“, härr sick Stöppelkamp nich affwimmeln laoten, „dann roop ick naichste Wiäke wier an.“

     Jaja, schöne Manövertieten wören et daomaols. An sick sind se de ja auk alle guet bi dörkommen.