Mann, Mann, Mann

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„Torschlusspanik“, dat meinde fröher, man könnde tolaate bi de Stadtporten ankommen, de se bi et Düüsterwerden bitieten torammelden un man dann de Nacht üöwer alleene buutenvör stönn. Mann, Mann, Mann, för Fraulüe nich uuttodenken, so wat! Wat dreew sick dao nich all’s so herüm … All’s wuohl, aower nix met nen fienen Plie (auf Zucht und Ordnung bedacht, vornehme Art und Weise). Daoför ümso mehr Bollenkleiwer (Frauenbelästiger, Verführer), de en Aoge up verlaupene „Nachtjacken“ harren; Fraulüe, de et so genau nich mehr nöhmen. Daoruut wickelde sick met de Tiet de Säggewiese (Redensart) von de Torschlusspanik, wobi Juffers (unverheiratete Frauen) meint sind, de Bammel häbt, bi de Kerls to laate to kommen.

     Mann, Mann, Mann, an sick kniepet de Kerls bi so wat jä gar nich! Geiht et aower glieks ümt Trauen, gaoht se män doch fix wier laupen. Wenn so heelmaol scharpe Wiewer sick de dann aower liekers wuohl (‚dennoch) ächterhermaaket, kommet se licht debi an den falsken Hannes. Auk bi de Kerls laupet niämlicks sücke un sücke. Dao giff et gar Mannslüe, de sind bange för junge Wichter un behelpet sick leiwer met aolle Fregatten. Streunt sücke Kostgängers auk wuohl nich herüm, quieket Fraulüe aower up Duer nich jüst vör Vergnögen debi. Mann, Mann, Mann, met de Jaohren is et met dat Mögen un Nöhgen (Gernhaben und Näherkommen) män nich alle so eenfach. Äs anstännige Juffer dao noch den rechten Kawwelier to kriegen, dat is all baolle dat reinste Mesterstück!

     Leni, wat Denstmagd up Leugermanns Hoff wör, söhg sick de all bi in de Klemme. Un so dai dat Menske, wat et konn. De Leugermannske aower harre et immer lück fien in en Kopp uns sach iähr eens Dages to: „Leni, du moss nich immer glieks so verjächt de Kerls achterherlaupen. Dat mäck sick äs Frau nich so guet. Dat is jä all reinewech mannsdull!“ Drup keek Leni de Meerske met Verstand an un anterde. „Ji häbt guet küeren met ju’n Mann an de Siete. Doch wenn ick es sitten bliewe, will ick mi weinßens nich naosäggen laoten, ick wäre de söwwst Schuld an.“

     Dat söhg de guede Frau nu auk wier in. Drüm woll se iähr wuohl standesgemäß met ne Annonce in et Libioriusblatt helpen. Dao könnden noch wuohl guede Mannslüe bi anbieten. So sett’en sick beide in Ruhe hen un haalden Stift un Papeer debi; denn dat woll guet üöwerlecht sein, üm nu auk den Richtigen intofangen. Sücke Worde mossen trefflick sitten, aower auk nich glieks ohne den fienen Plie. Un so stönn in dat naichste Blättken: Gute Helene sucht edlen Birnenspross.

     Dä! Dao kann ick nu bloß noch säggen: „Mann, Mann, Mann!“