Luftlinie

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Up den rechten Patt to blieben, dat is söwwst mit de modernsten Verkehrsmiddel nich immer eenfach. Kick man in de Lucht aower de Fleigers nao, so könnde man Lust un Luune up „freie Bahn am Firmamente“ kriegen. Hier unnen aower häw wi et mit de Schwerkraft to doon. Dat kann denn auk manchs schwuor sien, den eegenen Patt to gaohn.

     De mehrsten laupet aower gar nich mehr, se föhret – un dat mehr und mehr umweltbewusst mit et Rad. Raders sind tüskentiets de reinsten Flitzepees. Doch well gau föhrt, kann sick auk gau verföhren. Dao wahrt Naivs eenlicks vör. Aower wat is, wenn de Batterie maol alle is? Dann steiht auk de beste Renner dumm dao. Dao will ick es von vertellen.

     Et wör nen schönen Naomiddag in‘ Aoltwiewersommer. De weltenwiede Hiemmel wiesede sick in sien schönste Blao, wo sick von de Siete her twee witte Fleigerstriepen lang hentröcken. Se künneden von de „freie Bahn am Firmamente“. Wo et wuohl demit hengöng? Un off Klesper-Buer de wuohl söhg? Sicher nich. Klesper-Buer satt up sienen Deutz-Trecker un dai dat Land för den Winter üm. Dao moss he unnen guet up de Fuor (Furche) achten.

     Bi eene Kehre kreeg he up den Sandpatt nu nen Radler gewahr, de affsteeg un em towünk. De söhg in siene Mountainbike-Montur all baoll es nen Piloten uut. Klepser höölt an un reip, wat et gäff? Den Mountainbiker fröög terügge, wu wiet et nu noch wuohl bis Detten wör; sien Navi dai et nich mehr. Batterien wören alle. „Detten?“, meinde Klepser, „dat is von hier dör de Walachai (unwegsames Gelände über Land) villicht noch ne knappe Stunde.“ „Eine Stunde doch nicht!“, wünnerde sick den Radler, „das müssten Luftlinie doch nur gut zehn Kilometer sein.“ „Auk guet“, lööt Klesper-Buer nen Gang wier drin, „dann föhrt se män de Luftlinie …“