För unnerweggens

Bild: pixabay

Kömmt et hatt, bruukt et in‘ Liäben
mit Toversicht nen festen Tratt.
Süss geiht et wanner leep (schlimm) deniäben –
un dann bis aff von‘ rechten Patt.

Wietten klook, wohen et geiht,
dat kömmt gewiss an de erste Stell‘.
Is’t dann auk düüster maol un weiht,
dann ress di still, et werd wier hell.

Den Knappsack, dao mott auk wat in,
nicht dat du liggen bliffs, malatt;
doch nich tovull un nich to minn,
so dat et guet di dött, apatt.

Un nich, dat et an Bildung feihlt!
Süss mäcks bi alle Narren Stopp.
Off guet du geihs orre verdreiht,
mäck nich de Patt, dat mäck de Kopp!

Drüm achte drup, mit wem du geihs
dört Liäben hier, off Frau, off Mann.
Denn off du fölls orre guet steihs,
dat kömmt up Mensk un Frönd auk an.

Bitt nich tolesst üm Gottes Siägen;
denn alles könn wi Mensken nich.
Laot di van Em, wenn ‚t hatt is, driägen –
dann kömms wuohl an – gaaanz sicherlich!

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