Fernsehunerhaltung

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Winterdages, wenn et mit dat Buutenlaupen naolött un et dagesüöwer ja auk all fröh finstert, huukskert nich weinig Lüe allmänto vör de Flimmerkiste. Nu mott jedereene et sömms wietten, wat he von muorns bis aobends so mäck, man mott bloß uppassen, dat man et nich in en Kopp krich debi.

     Ick weet noch guet, dat et fröher män bloß twee Fernsehprogramms gaff un et daomit auk erst to Aobend lossgöng. Un vör Middernacht wör auk all wier Schluss mit de Fernsehunterhaltung, weil „Morgenstund Gold im Mund“ harre. Man fröch sick vandage, wu dat fröher wuohl alle so ohne Fernsehen göng? Nu ja, de Lüe daien wat änners: mehr biäden un liäsen daien se, stricken, häkeln, basteln, handwerkern orre se schreewen Breefe; et gaff ja noch nich üöwerall Telefon.  

     Nu leit sick villicht säggen: „Guet, dat dat vandage anners is!“ Is aower alle düsse moderne Fernsehunterhaltung biätter? Wenn mi fröchs, können von füfftig Programms glieks vettig wier von de Bildfläche verschwinden. Aower auk de Öffentlich-Rechtlichen sind nich mehr dat, wat se maol wören. Oft pallavert se dao all jüst so herüm, es bi de Privaten, de et mächtig rabaukig angaoht. Egaol is de wat mit de Polßei.  

     Mott aower nich. Giff ja Fernsehunterhaltung en gros. Naomiddags, wenn dat Iätten längst all up is, kuoket se in‘ Fernsehen immer noch. Un fraog nich wie! Meditteran vegan orre Fasan à la Meran, et is di dao en Rüöhren in Pötte un Pannen, as bruukte et ne Extrakamer för de Zutaten. Aower in de Werbung maaket se för Fertigpizza un Fischstäbkesangebote Reklame. Glieks dann wier dat Rohkostschnibbeln. Geiht ja nix üöwer de Gesundheit. Daoför kriss bi de Dokterserien nen Rappel. Hier nen Tupfer, dao dat Skalpell. Dann wier sind de Krankenschwestern allmänto up en Sprung un de Chefärzte iähr mit weihend witte Kiddels achteran. Tüskendör jodelt in de Werbung de Zillertaler. Schaltes üm, sitts irgendwo in ne Gerichtsverhandlung. Nämanä, wat Uutdrücke. Ganz schlimm. Un dat bi Gericht! Dann leiwer räötseln. Aower wat sind dat denn för Fraogen? Nä. Gau wier ümstellen. Nu ja, dao fuort se jüst de Aapen. Auk wier so wat mit Rohkost. Dann leiwer doch mit Rosi un Franzel üöwer Berg un Tal up den Heimatkanal, auk wenn Träönen debi kullert. Nao so wat dött Sport an sick immer ganz guet. Se trappet dao auk flietig, wenn bloß den dummen Schiedsrichter nich wäre. Egaol. Mit de Sportwettenreklame is villicht noch niäbenbi wat an Geld to maaken.

     Män nu sind auk all de Abendprogramme dran. Oh je, gau den Ton dömpen! Et wätt schuotten, dat de Lampe wackelt. Heelmaol geföhrlicke Krimiaobende sind dat. Wat ne Welt! Villicht wäre nen Schien för ne Schreckschuss nu doch gar nich so verkehrt.