Die Emsart

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Als wenn sich Herbst und Frühjahr paart,
so, an der Ems, ist uns‘re Art.
Mal bläst der Wind, mal schauert’s nass,
dann wieder sorgt die Sonn‘ für Spass.

Nicht Sommerpartys mit Tamtam,
nicht Wintermärchen mit Gesang,
hier geht es ruhiger zu vor Ort,
doch schlicht gilt dafür: Wort bleibt Wort.

Hier braucht es keine große Show,
da reicht im Zirkus schon ein Floh.
Gleichwohl sind emsig wir auf Zack
und scheu’n auch nicht den Schabernack.

Auf dem Tisch steh’n nicht nur Blumen,
lieber Teller, mit Volumen.
Nach Hausmannskost auch gern ein Bier,
so geh‘n wir‘s an, so sind wir hier.

An der Ems geht’s sachte zu.
So wie die Kuh wohl mal macht „Muh“
und doch dabei noch wiederkäut,
so sind hier an der Ems die Leut‘.

Will jemand dreiste sich vordrängeln
bleibt er an einer Schleuse hängen.
Ruhe dann, Geduld, bescheiden;
Zickerei’n könn’n wir nicht leiden.

Sag auch keiner neunmalklug,
das wäre alles nicht genug.
Wem’s hier nicht passt, der soll nur geh’n,
dann ist es hier nochmal so schön.

Wir lieben treulich, mit Potenz,
die Art und Weise an der Ems.
Und sollten wir woanders leben,
die Ems bleibt unser Heimatsegen.